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Rettungsmilliarden: Bund zweifelt an Rückzahlung durch Commerzbank

von Cornelius Welp

Bundesregierung und der Bankenrettungsfonds Soffin befürchten, dass die mit Staatsgeldern gerettete Commerzbank über Jahre hinweg die Rettungsmilliarden nicht verzinsen wird und Milliarden verloren gehen.

Einige Kontrolleure halten es sogar für möglich, dass der Staat auf einen Teil der rund 18 Milliarden Euro verzichtet, die er in die Rettung der Commerzbank investiert hat, heißt es im Umfeld des Bankenrettungsfonds Soffin. Bei einer Sitzung des Kontrollausschusses des Rettungsfonds Soffin in Berlin, an der auch Commerzbank-Chef Martin Blessing teilnahm, sagte ein Teilnehmer der Sitzung: „Die Commerzbank ist nach der Hypo Real Estate unser größter Sorgenfall. Uns geht es darum, dass wir überhaupt einmal die vereinbarten Zinsen bekommen.“ Eigentlich verzinst die Commerzbank die 16 Milliarden Euro, die der Bund als stille Einlage eingezahlt hat, mit neun Prozent. Allerdings nur in dem Fall, dass die Bank einen Gewinn erwirtschaftet. Durch den überraschend hohen Verlust von 4,5 Milliarden Euro im vergangenen Jahr sind dem Bund allein 2009 rund 1,5 Milliarden Euro Zinsen entgangen.

Im Soffin mehren sich sogar die Stimmen, die von Teilverlusten der Staatshilfe ausgehen. „Ob das Geld jemals ganz zurückgezahlt werden kann, da bin ich skeptisch“, sagt ein Teilnehmer der Runde. Es sei vielleicht sogar sinnvoll, einen Teil des Geldes abzuschreiben. „Der Bund muss kühl durchrechnen, ob es nicht sinnvoller ist, auf einen Teil des Geldes zu verzichten“, sagte ein weiterer. Dahinter steckt die Erwartung, dass sich die Anteile an der Commerzbank nicht verkaufen lassen, solange die Bank keine Dividenden zahlen kann.

33 KommentareAlle Kommentare lesen
  • 19.04.2010, 09:49 UhrAnonymer Benutzer: R.Jonasson

    Nun ja, dann ist es natürlich um so wichtiger, dass den fähigen Managern der Comerzbank - die unter anderem den fabelhaften deal über den Kauf der Dresdner bank eingefädelt haben (bei der Allianz lacht man sich immer noch schlapp) - schnellstmöglich wieder ein angemessener bonus gezahlt wird (mindestens 2-stellige Millionen!). Hierüber wird bereits seit einiger Zeit verhandelt und ich bin sicher, dass die Hüter des Staates hier bald nachgeben und die kleinliche 500.000-Regel irgendwie umgehen werden... Wo kämen wir denn hin, wenn hochkarätige banker wegen solcher Lappalien, die der Steuerzahler doch gern bezahlt, darben müssten - nicht auszudenken! Es bleibt einem wirklich nur noch Sarkasmus und Steuerstreik durch Auswanderung.

  • 10.04.2010, 11:06 UhrAnonymer Benutzer: Dieter Reiber

    bund zweifelt an der Rückzahlung durch die Kommerzbank. Was für eine Aussage? Hier läge doch schon die Unwilligkeit (Fähigkeit), es zu wollen zu Grunde und das per Vertrag auch zu fodern !
    Für wie dumm, hält man die bürger, dass sie nicht merken sollen, was gespielt wird. Das Ergebnis der bankenpleite ist doch die Ursache des Versagens der Politik seit Jahren geschuldet.
    Wartet Frau Merkel, wie sich Obama in der USA durchsetzt, die banken an ihrer Pleite und der Hilfe des Staates (durch Rückzahlung) zu beteiligen. Es bleibt spannend, was geschieht.
    Weil der bUND hohe 9% Zinsen fordert, macht er es wie die banken, und man könnte daraus lernen, wie es den armen Kreditnehmern und den Firmen geht: in 7 Jahren die Schuld verdoppelt. Gerecht wäre, wenn der bUND 1% mehr, als am EURO-Kapitalmarkt fordert. Dann könnte die bank sich entschulden - klangsam aber sicher. So aber besteht die Gefahr des ewigen Nachschusses des Staates - selbst verschuldet. Leben und leben lassen. Diese Frage der Vernuft ist doch hier zu beachten.

  • 31.03.2010, 23:08 UhrAnonymer Benutzer: Onzapintada

    Weist die banken in die Schranken

    Weil sie weiss, dass sich das Volk hier nichts traut,
    hat die Elite ihm die Grundrechte geklaut.
    Und weil es lieber weiterpennt,
    geht die ganze Knete ans Establishment.
    Die Leute werden schon nichts merkeln,
    die bankster koennen weiterwerkeln.

    Und wenn die bevoelkerung irgendwann mal erwachtet,
    ist die Kohle schon laengst in die Schweiz verfrachtet,
    und hier alles kaputt - die Geldelite schafft et.

    Und wer sich dann wehrt, so in zehn Jahren,
    dann ist hier was los, die bundeswehr im innern.
    Das muessen wir dann wohl leider erfahren -
    Keine idee von harmlosen Spinnern.

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