Rettungspaket: Ein Befreiungsschlag für die Banken

KommentarRettungspaket: Ein Befreiungsschlag für die Banken

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Commerzbank-Chef Martin Blessing

Mit der Comerzbank traut sich die erste deutsche Privatbank Geld aus dem staatlichen Rettungspaket zu beantragen. Und nichts passiert. Panikverkäufe von Aktionären bleiben aus. Die Branche kann durchatmen.

Martin Blessing, Chef der Commerzbank, hat sich entschieden 8,2 Milliarden Euro vom Staat zu nehmen. Sein Entschluss ist ein Befreiungsschlag für die gesamte Branche.

Zunächst konnten sich nur Landesbanker dazu durchringen Geld aus dem Bankenstabilisierungsfonds zu beantragen. Als erste meldete sich die BayernLB, dann folgte die HSH Nordbank. Die Privaten hielten sich zurück, aus Angst davor, dass die Aktionäre für eine solche Maßnahme kein Verständnis zeigen und in Panik ihre Aktien verscherbeln würden.

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Also passierte zunächst einmal gar nichts und die Rettungsaktion der Bundesregierung lief ins Leere. Schon forderten die Banker, ihre Institute müssten verpflichtet werden Geld vom Staat zu  nehmen, damit niemand stigmatisiert werden. Denn Geld benötigen fast alle Banken. Nur wenige sind bislang ohne Wertberichtigungen durch die Finanzkrise gekommen und der Interbankenmarkt, über den sich Kreditinstitute gegenseitig Geld leihen, kommt nur langsam wieder in Schwung.

Nun sind keine Zwangserlasse mehr nötig. Die Commerzbank hat Milliarden beantragt - und der erwartete Protest der Anleger blieb aus. Im Gegenteil. Die Aktie hat allein heute um mehr als fünf Prozent zugelegt. Den übrigen Banken dürfte es nun leichter fallen, Geld vom Staat zu nehmen.

Grundsätzlich ausgeschlossen hatte das bislang auch nur Josef Ackermann für seine Deutsche Bank. Vielleicht überdenkt auch der Chef der Landesbank Baden-Württemberg (LBBW) Siegfried Jaschinski nun noch einmal seine Abwehrhaltung zum Fonds.

Gerüchte, er wäre der erste, der sich bediene, hatte er dementiert. Seine Kunden sollen allein auf das Gerücht mit äußerster Nervosität reagiert haben, so dass ihm nichts anderes übrig geblieben sei, als jegliches Interesse zu verneinen, heißt es bei der LBBW.

Möglicherweise ändert er seine Meinung nun noch einmal. Offensichtlich ist ja doch nichts zu befürchten.

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