Rettungsversuch: Subways Aktionsplan

Rettungsversuch: Subways Aktionsplan

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Werbung bei Subway

von Oliver Voß

Zahlreiche Subway-Betreiber kämpfen ums Überleben. Der Gründer der Sandwich-Kette arbeitet gerade in Deutschland einen Aktionsplan aus.

Über die jüngste Werbeaktion der Sandwich-Kette Subway können viele der Restaurantbetreiber absolut nicht lachen. „Bei diesem Sub schreiben wir rote Zahlen“, lautet der Spruch auf den Plakaten, mit denen ein neues, besonders günstiges Sandwich, im Jargon der Kette Sub genannt, angepriesen wird. Doch für zahlreiche Lizenznehmer ist solcherlei Werberhumor blanker Zynismus: Sie schreiben rote Zahlen – auch ohne die Aktionsbrote.

„Viele deutsche Franchisenehmer haben Schwierigkeiten Geld zu verdienen“, hatte Subway-Gründer Fred DeLuca Anfang des Jahres in einer Videobotschaft eingeräumt. „Das ist eine sehr ernste Situation.“

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Schuld ist neben der Wirtschaftskrise nach Meinung der Imbissbetreiber vor allem die Abgabe von 12,5 Prozent des Umsatzes. So viel müssen die Lizenznehmer jeden Monat abführen. Doch seit Jahresbeginn haben zahlreiche Franchisenehmer die Zahlungen eingestellt.

Der König der belegten Brote hat sich selten so intensiv um Deutschland gekümmert

Die Meuterei wirkt: Deutschland-Chef Michael Pokorski wurde abberufen und DeLuca schickte seinen Schwager Marty Adomat nach Deutschland, um die Lage zu sondieren. Die ist ernst. So ist DeLuca bereits zum zweiten Mal innerhalb eines Monats persönlich angereist. Obwohl sogar seine Frau aus Deutschland stammt, hat sich der König der belegten Brote selten so intensiv um das Brotland Nummer eins gekümmert.

Seit Montag finden in der Kölner Deutschlandzentrale zahlreiche Meetings statt, um über das weitere Vorgehen zu beraten. DeLuca und seine Leute arbeiten an einem Aktionsplan für den hiesigen Markt. Eine ganze Reihe von Änderungen soll in den kommenden Wochen durchgeführt werden.

Franchisenehmer erhoffen Kostensenkungen

Die Erwartungen sind hoch. Doch die Reaktionen der Lizenznehmer auf die ersten Sitzungen Anfang April schwankten zwischen Enttäuschung und Hoffnung. Statt die drückenden Kosten zu senken, wurden kurzfristig erst einmal nur unpopuläre Sandwiches von der Speisekarte gestrichen.

Einige der Rebellen hatten gehofft, dass die Franchiseabgaben reduziert werden. Doch dieser Schritt wäre ein Dammbruch für Subway und würde sofort Begehrlichkeiten bei den Betreibern der 32.800 Restaurants weltweit hervorrufen. Daher stellte Subway klar, dass das Unternehmen auch auf Zahlung der ausstehenden Beträge besteht, diese solle jedoch flexibel gestaltet werden – soweit kommt das Unternehmen den Rebellen entgegen.

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