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Riesen-Kapitalerhöhung möglich: Commerzbank dürfte 2011 mit Staatsbeteiligungs-Ausstieg beginnen

von Cornelius Welp

Commerzbank-Chef Martin Blessing reagiert auf Nachfragen zunehmend genervt. Denn seit Wochen spekuliert die Finanzwelt darüber, ob sein Geldinstitut dem Beispiel der Deutschen Bank folgt und noch in diesem Jahr eine große Kapitalerhöhung vornimmt.

Ein Blessing nahestehender Banker deutet inzwischen aber an, dass die Commerzbank erst im nächsten Jahr am Kapitalmarkt aktiv wird – dafür aber in ungeahntem Ausmaß. „Bei einer Kapitalerhöhung wären dann bis zu zehn Milliarden Euro drin“, sagt der Banker. 2011 hilft Blessing das dann geltende Restrukturierungsgesetz, das den Ausstieg des Staates aus geretteten Banken regelt. Es enthält einige attraktive Regelungen: So könnte die Bank deutlich mehr neue Aktien ausgeben und außerdem das Bezugsrecht für Altaktionäre ausschließen.

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Sollte die Commerzbank tatsächlich einen solch hohen Milliardenbetrag erlösen, könnte sie einen erheblichen Teil der Staatshilfen von insgesamt 18,2 Milliarden Euro zurückzahlen. Ein weiterer Banker hält sogar den kompletten Staatsausstieg innerhalb von zwei Jahren für möglich. In der Branche gilt das als optimistisch. Die Commerzbank äußerte sich dazu nicht.

Der Druck aus Berlin ist hoch, Politiker fordern zunehmend den raschen Staatsausstieg. Informierte Investmentbanker meinen, dass eine Kapitalerhöhung grundsätzlich auch in diesem Jahr möglich wäre. „Die Bank hat die meisten deutschen Firmenkunden, Investoren können mit ihr von der guten Konjunktur profitieren“, sagt ein Investmentbanker. Allerdings ließen sich nach derzeitigem Stand nur um die drei Milliarden Euro erlösen.

6 KommentareAlle Kommentare lesen
  • 19.10.2010, 15:28 UhrAnonymer Benutzer: HV-Tourist

    Vielleicht sehen die erst einmal zu, dass sie einen gescheiten Käufer für die EURO-HYPO finden, dann kommt schon etwas in die Kasse.

  • 18.10.2010, 10:01 UhrAnonymer Benutzer: Zynic

    ganz ganz alt, typisch Wiwo News niveau

  • 17.10.2010, 01:24 UhrAnonymer Benutzer: Praktiker

    Es mag sein, dass das neue Gesetz erlaubt, Altaktionäre auszuschließen.
    Es ist aber meines Erachtens nicht klug, die Altaktionäre auszuschließen.
    Das gibt auf der nächsten HV nur böses blut.
    Eine Kapitalerhöhung wird notwendig sein, um den Anforderungen von basel iii zu genügen.

    Nichtsdestotrotz ist der Kurs jetzt ziemlich niedrig...

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