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Robert Bosch: Groupon-Führungskraft wechselt zu Google

Quelle: Handelsblatt Online

Überraschender Wechsel: Der am Aufbau des Großkundengeschäfts von Groupon in Deutschland beteiligte Robert Bosch wechselt nur Tage nach dem erfolgreichen Börsengang des Gutscheinportals zu Google.

DGroupon ist am 4. November an die Börse gegangen und hat 700 Millionen Dollar eingesammelt. Quelle: dapd
DGroupon ist am 4. November an die Börse gegangen und hat 700 Millionen Dollar eingesammelt. Quelle: dapd

DüsseldorfErst vor wenigen Tagen machte das Online-Gutscheinportal Groupon endlich wieder Positiv-Schlagzeilen: Beim erfolgreichen Börsenstart nahm das Unternehmen 700 Millionen Dollar ein und ist nun über 16 Milliarden Dollar Wert. Lange wurde über den tatsächlichen Wert des Internetdienstes gerätselt. Umsatzprognosen und Kennzahlen mussten korrigiert werden, wiederholt wurde die Bewertung herabgestuft.

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Doch nach der kurzen Atempause geht es für Groupon weiter mit den Hiobsbotschaften: Wie der Medieninformationsdienst Meedia berichtet, wechselt Robert Bosch, bisher als Verantwortlicher des Bereichs Business Development bei Groupon Deutschland am Aufbau des Großkundengeschäfts beteiligt, zu Google, wo er als Agency Direktor arbeiten wird. Man habe sich in gegenseitigem Einverständnis getrennt, teilte Groupon mit.

Der Verlust dürfte das Unternehmen doppelt schmerzen. Google hat erst vor zwei Monaten den deutschen Groupon-Konkurrenten Dailydeal gekauft, um ebenfalls in das deutschsprachige Coupongeschäft einzusteigen. Der Versuch, das amerikanische Original Groupon zu übernehmen, misslang. Wie das Marketingportal Horizont.net berichtet, soll Bosch bei Google jedoch nicht für Dailydeal zuständig sein, sondern die Beziehungen zu Agenturen verbessern. Dem widerspricht Meedia. Der Vermarktungsspezialist würde sich trotz anders lautender Gerüchte um Dailydeal kümmern.

Welche Gründe hinter dem überraschenden Wechsel stecken, ist derzeit nicht bekannt. Für den neuen Arbeitgeber spricht, dass Dailydeal besser aufgestellt ist, als der amerikanische Rivale. Während Groupon dringend seine Kosten senken muss - das Portal beschäftigt derzeit mit 10 000 Angestellten viermal so viele Mitarbeiter wie Facebook - wird Dailydeal auch dank der Google-Übernahme dieses Jahr voraussichtlich schwarze Zahlen schreiben. Zudem befürchten Experten, dass die hohe Bewertung von Groupon an der Börse Anzeichen einer Blase sei, die jederzeit platzen könnte.

Robert Bosch war erst vor wenigen Monaten zu Groupon gewechselt. Vorher war er zehn Jahre bei Axel Springer in den Bereichen Online und Vermarktung zuständig, unter anderem betreute der 39-Jährige den gesamten Sales-Bereich.

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