Rückrufe: Giftiges Spielzeug sorgt bei TÜV für mehr Prüfaufträge

Rückrufe: Giftiges Spielzeug sorgt bei TÜV für mehr Prüfaufträge

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Regal mit Spielwaren: Die weltweiten Rückrufe der Spielzeughersteller sorgen beim TÜV Rheinland für gute Auftragslage

Dem TÜV-Rheinland-Chef Bruno Braun brachte die Debatte um giftiges Spielzeug aus China jede Menge Neukunden.

Als Mitte August Mattel weltweit rund 18 Millionen in China produzierte Spielwaren zurückrief, hatte das einen riesigen Imageschaden für den US-Konzern und Waren aus Fernost zur Folge. Die EU reagierte vor wenigen Tagen mit einem Entwurf für eine neue Spielzeug-Richtlinie.

Und auch auf der heute startenden Nürnberger Spielwarenmesse wird das Thema dominieren. Deutsche Hersteller und Händler, die immerhin rund 70 Prozent ihres Spielzeugs aus chinesischen Fabriken beziehen, versuchen aber bereits kräftig, das Vertrauen der Kundschaft zurückzugewinnen. Bruno Braun, der als TÜV-Rheinland-Chef Deutschlands größten Spielzeugkontrolleur leitet, verzeichnete durch das Mattel-Debakel in der Spielzeugprüfung einen deutlichen Umsatzsprung.

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Im Gesamtjahr – Quartalszahlen erfasst der TÜV Rheinland nicht – seien die Erlöse hier um zehn Prozent oder drei Millionen Euro gestiegen, sagt ein Sprecher. Die Zahl der Kunden, zu denen Playmobil und der Plüschbärenhersteller Steiff zählen, stieg hier um sieben bis acht Prozent auf 2500.

„Handelsketten üben mehr Druck auf ihre Lieferanten aus, Spielzeug zu überprüfen“, sagt der TÜV-Rheinland-Sprecher. Der kleinere TÜV-Süd, der seit dem Mattel-Fall nach eigenen Angaben in Deutschland und Asien ebenfalls mindestens zehn Prozent mehr Aufträge hat, registriert zudem steigendes Interesse chinesischer Unternehmen. Beide Organisationen betreiben sowohl in der Bundesrepublik als auch in Asien entsprechende Labors.

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