HB MÜNCHEN. „Aus unserer Sicht ist das ein nicht unattraktives Investment“, sagte Münchener-Rück-Controlling-Vorstand Jörg Schneider am Donnerstag in München bei der Vorstellung der Zahlen fürs zweite Quartal. Unicredito biete eine attraktive Dividendenrendite, und für den Rückversicherer wären die Risiken mit dem deutsch-italienischen Bank-Aktienpaket anders als bisher stärker über verschiedene Märkte gestreut. Auf die Frage, ob ein langfristiges Engagement bei der neuen Großbank möglich sei, sagte er: „Ja.“ Vorstandschef Nikolaus von Bomhard machte deutlich, dass der Rückversicherer seinen Anteil von 18 Prozent an der HVB unter den gegebenen Bedingungen in Unicredito-Aktien tauschen werde. Mit dem Umtausch wird die Münchener Rück mit etwa 6,3 Prozent einer der größten Anteilseigner von UniCredito. Der Münchener Rückversicherer zerstreute damit endgültig Spekulationen, dass er seine Beteiligung noch vor der Bankfusion verringern könnte. Die Münchener Rück hat ihre Beteiligungen in der Finanzbranche in den vergangenen Jahren bewusst verringert und in diesem Jahr seine Anteile an der Allianz und an der Commerzbank unter fünf Prozent gesenkt. Auch den HVB-Anteil hatte die Münchener Rück stets auf der Liste für mögliche Verkäufe. Schneider machte deutlich, dass der Druck, das Paket abzustoßen, durch die Übernahme der HVB weitaus geringer werde. Von Bomhard sagte, die bestehende Vertriebsvereinbarung der Münchener-Rück-Erstversicherungstochter Ergo mit der HVB werde durch die Fusion nicht beeinflusst. „Das war uns wichtig, und das ist so“, sagte er. Die HVB verkauft Versicherungen von Ergo über ihre Schalter. Zuletzt hatte es Spekulationen gegeben, die Münchener Rück wolle auch beim Vertrieb in Italien mit Unicredito zusammenarbeiten und den Allianz-Konzern als Partner ablösen. Allerdings ist Ergo in Italien viel schwächer vertreten als die Allianz mit ihren Versicherern. Die Allianz-Tochter RAS ist auch Großaktionär von Unicredito. Von Bomhard stellte klar, dass die Münchener Rück mit Unicredito nicht über Kooperationen im Vertrieb verhandele. Sollte ein Versicherungspartner von Unicredito ausscheiden, stünde sein Konzern aber bereit.
Viel passiert ist nicht. Die nachrichtenarme Zeit haben Institutionen und Verbände genutzt, um auf den desolaten Zustand...





















