Rückzug aus USA: HSBC streicht 25.000 Jobs

Rückzug aus USA: HSBC streicht 25.000 Jobs

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HSBC-Gebäude in London

Die Großbank präsentiert ein Gewinnplus. Trotzdem entlässt HSBC jede zehnten Mitarbeiter – und reduziert massiv die Präsenz in den USA.

Die Großbank HSBC hat im ersten Halbjahr den Gewinn überraschend gesteigert. Die größte Bank Europas und nach Börsenwert drittgrößte Bank weltweit mit Schwerpunkt in Asien überzeugte mit 11,5 Milliarden Dollar Gewinn nach 11,1 Milliarden Dollar im Vorjahreszeitraum. Analysten hatten mit einem Rückgang auf 10,8 Milliarden Dollar gerechnet. Aber der Jubel bleibt aus: HSBC unterstrich, es gebe Risiken für die weltweite Konjunkturerholung durch die stärkere Regulierung in Großbritannien. Um die Kosten weiter zu senken kündigte HSBC zudem die Streichung von 25.000 Stellen an - zusätzlich zu bereits mitgeteilten Kürzungen von 5000 Jobs. Damit baut die Bank rund zehn Prozent ihrer Mitarbeiter ab. Anleger nahmen die Ankündigungen hingegen positiv auf: HSBC-Aktien legten um fast drei Prozent zu.

Zehn Prozent der Mitarbeiter müssen gehen

Die britische Großbank HSBC will bis 2013 weltweit 30.000 Stellen streichen. Das entspricht etwa zehn Prozent ihrer Mitarbeiterzahl. Banksprecher Patrick Humphris in London, 5000 Stellen seien bereits in diesem Jahr weggefallen, 25.000 weitere würden in den kommenden zwei Jahren folgen. In Großbritannien strich HSBC im Juni 700 von 55.000 Stellen. Wo die neuen Stellenstreichungen erfolgen sollen, sagte er nicht. In aufstrebenden Märkten wie Brasilien und Mexiko würden noch immer Mitarbeiter eingestellt, sagte er.

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Nach Informationen von Bloomberg News verfolgt die HSBC-Führung den Plan, die Kosten bis 2013 um 3,5 Milliarden Dollar zu senken. Die Kosten seien im Vorjahr von 50,9 auf 57,5 Prozent des Umsatzes gestiegen. Verantwortlich dafür seien vor allem die gestiegene Mitarbeiterzahl und höhere Gehälter für die Bankangestellten.

Zu den Sparmaßnahmen gehört auch, dass sich HSBC von etwa der Hälfte seines US-Geschäfts verabschiedet. Die britische Großbank will in den USA knapp 200 Niederlassungen abstoßen. Wie die größte europäische Bank am Sonntag mitteilte, sollen die Filialen für rund eine Milliarde Dollar in bar an die First Niagara Financial Group verkauft werden. Damit würde das Institut auf einen Schlag rund 40 Prozent seiner US-Niederlassungen abstoßen.

Bankenbranche startet Sparwelle

Die Sparwelle hat bereits die Bankenbranche in den USA und in der Schweiz erfasst. In den vergangenen Tagen und Wochen hatten bereits Credit Suisse, UBS, die Bank of America und Goldman Sachs Sparprogramme und Stellenstreichungen angekündigt, um im Investmentbanking wieder profitabler zu werden.

Stuart Gulliver, der im Januar bei HSBC den Vorstandsvorsitz übernahm, kündigte im Mai Kosteneinsparungen von etwa zehn Prozent in den nächsten zwei Jahren an. Das Kreditinstitut hat die höchsten Kosten unter den britischen Banken. Ende 2010 beschäftigte HSBC weltweit etwa 302.000 Mitarbeiter.

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