Run auf Standflächen: Elektronikmesse IFA platzt aus allen Nähten

Run auf Standflächen: Elektronikmesse IFA platzt aus allen Nähten

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IFA 2009

von Lothar Schnitzler

Zur 50. Jubiläumsauflage der Internationalen Funkausstellung (IFA) in Berlin sprengt die Nachfrage nach Standfläche das Platzangebot der Messe Berlin. Über zehn Prozent der Aussteller müssen sich mit einem Platz in Provisorien begnügen.

Schon 2009 mussten die Messemacher - trotz Wirtschaftskrise - zusätzlich zwei Großzelte errichten. In diesem Jahr wird ein weiteres Zelt errichtet, weil die Messe bei der Zahl der Aussteller und der Ausstellungsfläche um über zehn Prozent zugelegt hat. Neben 160.000 Quadratmetern regulärerer Hallenfläche kommen noch rund 25.000 Quadratmeter in Provisorien. Trotzdem ist ein Monat vor Beginn der Messe der letzte Quadratmeter bereits ausgebucht. „Wir brauchen dringend eine weitere große Halle für einige unserer Top-Veranstaltungen“, betont  Messechef Raimund Hosch, „temporäre Hallen sind zu teuer.“

Denn Platznöte gibt es nicht nur während der IFA, sondern auch bei der Touristikmesse ITB. Auch bei der Eisenbahnmesse Innotrans ist abzusehen, wann die Ausstellung an ihre räumlichen Grenzen stoßen wird. Als Bauplatz für eine weitere Halle böte sich die Stelle an, auf dem heute die Deutschlandhalle steht. Der Bau aus dem Jahr 1935 sollte schon vor über einem Jahr abgerissen werden, aber ein politischer Grabenkrieg zwischen Senat und dem Heimatbezirk der Messe Charlottenburg-Wilmersdorf zögert den Abriss hinaus. Auf dem frei werdenden Platz, der unmittelbar an das Messegelände angrenzt, könnte eine 20.000 Quadratmeter große Ausstellungshalle entstehen – vorausgesetzt Senat und Bezirk einigen sich. 

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Doch selbst, wenn es zu dem Bau kommt, muss ein Teil der IFA-Aussteller wohl noch bis zum Jahr 2014 mit den Zelten Vorlieb nehmen. Da es direkt an den Hallen es keinen weiteren Platz gibt, müsste die Messe Berlin bei weiterem Wachstum der IFA dann über den Gleisanlagen, die sie sonst für die Eisenbahnmesse Innotrans nutzt, ihre Zelte bauen.

Branchenkenner rechnen aber nicht mit einem baldigen Ende des Wachstums für die Funkausstellung.

Die lange vor sich hindümpelnde Messe für Unterhaltungselektronik erlebte nach der Jahrtausendwende einen enormen Aufschwung. Treiber ist der stete Nachschub an Innovationen: in den Jahren nach der Jahrtausendwende die verbesserten Flachbildschirme, dann die hochauflösenden Fernseher, in diesem Jahr die 3D-Technik sowie die Verschmelzung von TV und Internet. Auch die erfolgreiche Erweiterung des Ausstellungsspektrums um das Thema Hausgeräte sowie die starke Zunahme von ausländischen Fachbesuchern fördern die Nachfrage nach Standfläche auf der IFA.

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