Russland: Mittelstand bleibt trotz großer Risiken am russischen Markt

Russland: Mittelstand bleibt trotz großer Risiken am russischen Markt

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Neva-Brücke in St. Petersburg: Deutsche Mittelständler bleiben trotz aller Probleme in Russland

Wenn sich an diesem Wochenende die Russland-Investoren aus aller Welt beim Wirtschaftsforum in St. Petersburg treffen, wird die Stimmung getrübt sein: Russland ist stärker von der Finanz- und Wirtschaftskrise betroffen als andere Länder, der Boom der vergangenen Jahre ist vorbei.

Trotzdem bleiben deutsche Mittelständler am Markt, wie eine Exklusiv-Studie der WirtschaftsWoche und des Beratungsunternehmens Simon-Kucher & Partners ergab.

Nirgendwo ist Europa in den letzten Jahren so rasant gewachsen wie in Russland. Seit Ex-Präsident Wladimir Putin im Jahr 2000 die Kommandobrücke des Kremls betrat, legte die Wirtschaft im weltgrößten Flächenstaat um knapp acht Prozent pro Jahr zu. Das lockte auch deutsche Mittelständler  auf den Boom-Markt im Osten, wo sie dank eines grenzenlosen Konsums und gigantischen technologischen Nachholbedarfs atemberaubend hohe Margen erzielten.

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Die globale Wirtschaftskrise überrollt nun auch den russischen Markt. Es zeigt sich, dass viele Investitionen der vergangenen Jahre auf Pump finanziert wurden und plötzlich Geld für Neuanschaffungen fehlt. Gleichzeitig erweist sich das hierarchisch geführte Wirtschaftssystem als zu schwerfällig, um schnell auf die Krise und ihre Folgen zu reagieren.

Trotz Korruption und Bürokratie keine Rückzieher

In einer umfangreichen Studie gingen Simon-Kucher & Partners und die WirtschaftsWoche der Stimmung unter Russland-Investoren im deutschen Mittelstand auf den Grund. Basierend auf einer Umfrage unter mehr als 1.600 Entscheidern zeigte sich, dass praktisch kein Unternehmen am Standort Russland einen Rückzieher machen will  - und das, obwohl nahezu jeder Investor das Investitionsklima durch überbordende Korruption, komplizierte Gesetzgebung und investorenfeindliche Bürokratie getrübt sieht.

„Die russische Wirtschaft bietet deutschen Mittelständlern immer noch ausgezeichnete Absatzchancen“, sagt Harald Schedl, Russlandchef der an der Exklusiv-Umfrage beteiligten Beratungsfirma Simon-Kucher & Partners. „Deswegen sind die meisten Investoren bereit, auch hohe Investitionshürden in Kauf zu nehmen.“ Wie die Teilnehmer die Krise in Russland einschätzen, welche Bilanz sie bis dato ziehen und mit welcher Strategie sie bis zum nächsten Aufschwung überwintern, können Sie hier in den Ergebnissen der Studie (pdf-Format, 400 KB) nachlesen.

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