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Salzgitter-Chef Leese im Interview: "Wir werden unsere Chance auf Preiserhöhungen nutzen"

von Andreas Wildhagen

Wolfgang Leese, Chef des Stahltechnologie-Konzerns Salzgitter, über ArcelorMittal, den Einstieg von Salzgitter bei der Norddeutschen Affinierie und mögliche Preiserhöhungen.

Der Vorstandsvorsitzende der Quelle: dpa-dpaweb
Der Vorstandsvorsitzende der Salzgitter AG, Wolfgang Leese Quelle: dpa-dpaweb

WirtschaftsWoche: Herr Leese, welche Rolle spielt Salzgitter auf dem Weltstahlmarkt, oder sind Sie eher ein deutsches Unternehmen? Wo sehen Sie Ihre Nische?

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Leese: Das ist nur im Zusammenhang mit den einzelnen Produktmarktsegmenten richtig zu beantworten. Der Unternehmensbereich Stahl ist eher deutsch und europäisch    zu betrachten. Die Unternehmensbereiche Röhren, Handel und auch Technologie sind international aufgestellt. In allen Produktmarktsegmenten haben wir einen erheblichen Anteil an höherwertigen Qualitätsprodukten, so dass wir uns in der Gesamtheit als Premium-Market-Player sehen.

Welches Ziel hat dabei Ihr Engagement bei der Norddeutschen Affinierie? Ist ihr 5,8-Prozent-Paket dort ausbaufähig und beanspruchen Sie Aufsichtsratsmandate?

Die Salzgitter AG hat 5,8 Prozent des Aktienkapitals der Norddeutsche Affinerie AG erworben. Dies ist eine Finanzbeteiligung. Wir sind übereingekommen, mit dem Ziel der Vorteilhaftigkeit für beide Unternehmen Möglichkeiten mittel- und langfristiger Zusammenarbeit zu untersuchen. Dieser industrielle Aspekt bezieht sich auf Produktions- und Prozesstechnologie, auf Forschung und Entwicklung und auf Absatz und Beschaffung.

Werden Sie wie Mittal und ThyssenKrupp ebenfalls die Preise erhöhen? Mittal und ThyssenKrupp drohen allen, die ihre Lieferverträge jetzt nicht für Preiserhöhungen aufschnüren, noch weiterreichende Preisschübe in 2009 an oder kündigen Lieferengpässe an.

Wir werden unsere Chancen bezüglich Preiserhöhungen nutzen, um die erheblichen Kostensteigerungen aus Rohstoffen und Energien an die Kunden weiterzugeben.

Können Stahlproduzenten ohne Erzvorkommen im kommenden Endgame überleben?

Unser Geschäftsmodell ist langfristig angelegt und wird ohne eigene Erzvorkommen nachhaltig überleben.

Bei Ihnen muss das Erz von weit her, von Hamburg, über lange Schienentransportwege herangeschafft werden. Wie gleichen Sie diesen Standortnachteil aus?

In den letzten Jahrzehnten sind die Kosten erheblich reduziert worden, so dass die Logistik auch für Erze wirtschaftlich darstellbar ist. Das stellen wir auch in der Profitabilität unserer Gesellschaft zum Wettbewerb unter Beweis.

Welche Stahlsorten haben Zukunft? Welche Eigenschaften werden künftig nachgefragt?

Es werden immer mehr höherfeste Güten in dünneren Abmessungen verlangt, die eine leichtere Bauweise ermöglichen.

4 KommentareAlle Kommentare lesen
  • 23.07.2008, 19:40 Uhrwiwo.de-Redaktion

    Eine Seite 2 gibt es bei diesem interview nicht.

  • 23.07.2008, 17:23 UhrRedaktion

    Danke für den Hinweis, wir haben das falsche bild durch das richtige ersetzt.

  • 23.07.2008, 17:09 UhrLeser

    Wo gehts denn da zu Seite 2? Manche interviews kann man sich auch sparen.

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