Sanierungskonzept: Magna: Opel soll 2011 Gewinn machen

Sanierungskonzept: Magna: Opel soll 2011 Gewinn machen

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Ein Opel vor dem Opel-Montagewerk in Antwerpen. Laut Magna-Konzept sollen sich hier 2010 die Tore schließen

Nach einem Einstieg bei Opel will Magna europaweit zwei von neun Opel-Standorten zchließen. Das Sanierungskonzept liegt der WirtschaftsWoche vor. Laut Ministerpräsident Roland Koch hat Deutschland GM und der US-Regierung seinen Standpunkt klar gemacht

Das Werk im belgischen Antwerpen würde schon im März kommenden Jahres, das Vauxhall-Werk in England 2013 dichtmachen. Dadurch würden zunächst 10.560 Stellen und in einem weiteren Schritt weitere 1080 Arbeitsplätze wegfallen. Nach Milliardenverlusten 2009 und 2010 soll Opel 2011 die Gewinnzone erreichen. Das geht aus dem 25-seitigen Konzept hervor, das Magna am 17. Juli der Bundesregierung übergeben hat und das der WirtschaftsWoche vorliegt.

Laut Konzept, das die Entwicklung der nächsten fünf Jahre beschreibt, verlieren von den 25.000 Mitarbeitern in Deutschland 3.045 Opelaner ihren Arbeitsplatz, der Großteil davon in Bochum. So soll die Getriebeproduktion von Bochum ins Ausland verlagert werden. Im Stammwerk Rüsselsheim wird 2010 erneut Kurzarbeit gefahren, in Eisenach will Magna alle Stellen erhalten. Drastischer sind die Einschnitte im Ausland, wo die Werke in Antwerpen mit 2.321 Mitarbeitern und in Luton geschlossen ganz geschlossen werden sollen. Bisher hieß es nur, Luton stehe auf der Kippe.

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Im spanischen Saragossa will Magna die Fertigung großer Karosserieteile einstellen und nach Eisenach verlagern. Bislang reisten die Teile quer durch Europa nach Ostdeutschland. Ab 2010 soll in Eisenach nicht nur die Dreitürversion des Corsa, sondern auch der Fünftürer des Kleinwagens vom Band laufen. Der Opel-Stammsitz Rüsselsheim wird alleiniger Standort für die Produktion des Opel-Hoffnungsträgers Insignia. Ab 2011 geht dort auch der neue Astra in Serie.

Einschnitte bei Personal und Sozialleistungen

Um die Kosten beim Personal zu senken, plant Magna neben dem Stellenabbau ab 2010 Einschnitte beim Weihnachts- und Urlaubsgeld, zudem sollen die Betriebsrenten europaweit abgeschafft werden. Im Gegenzug zu den Einschnitten beim Weihnachts- und Urlaubsgeld sollen die Mitarbeiter zu zehn Prozent am Vorsteuergewinn beteiligt werden. Allerdings geht aus dem Magna-Geschäftsplan für Opel hervor, dass das Unternehmen 2010 überhaupt keinen Gewinn macht. Im laufenden Jahr rechnet Magna mit einem Opel-Verlust von insgesamt 2,1 Milliarden Euro. 2010 sänke der Verlust auf immer noch 1,7 Milliarden Euro. 2011 soll Opel erstmals schwarze Zahlen schreiben, 2014 schließlich einen Gewinn nach Steuern von 624 Millionen Euro erwirtschaften.

Beim Absatz rechnet Magna in diesem Jahr mit einem Einbruch auf nur noch 1,16 Millionen nach 1,55 Millionen Fahrzeugen 2008. Ab 2010 sollen die Opel-Absätze wieder kontinuierlich steigen und 2012 wieder das Niveau von 2008 erreichen. Nach einer Stagnation 2013 soll der Absatz 2014 die 1,6-Millionen-Marke erreichen.

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