SAP-Chefs: "Oracle wird ein ernsthaftes Problem haben"

SAP-Chefs: "Oracle wird ein ernsthaftes Problem haben"

von Michael Kroker und Stephanie Heise

Die Vorstandschefs des Walldorfer Softwarekonzerns SAP erwarten eine dauerhafte Rückkehr zu zweistelligen Wachstumsraten.

„Wir sind jüngst wieder zu zweistelligen Wachstumsraten zurückgekehrt und gehen davon aus, dass das so bleibt", sagte SAP-Co-Vorstandschef Bill McDermott in einem Doppelinterview mit der WirtschaftsWoche.

Er sieht keine Gefahr für sein Stammgeschäft mit dem Verkauf von Software-Lizenzen durch die eigene, Ende Juli gestartete Mietsoftware Business By Design: „Wir erwarten keine Abschwächung unseres Lizenzgeschäfts – im Gegenteil."

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Im Gegensatz zu herkömmlicher Software wird Business By Design im Mietmodell gegen eine monatliche Subskriptionsgebühr angeboten. „Wir werden beim Mietgeschäft im Mittelstand vor allem zusätzliche Umsätze generieren“, sagte McDermotts Co-Chef Jim Hagemann Snabe.

Trotz der mehr als zweijährigen Verspätung sind die SAP-Chefs zuversichtlich, dass sich das neue Produkt im Markt gegen früher gestartete Konkurrenten wie etwa den US-Mitesoftware-Anbieter Salesforce.com durchsetzt: „Das integrierte Paket gewinnt immer gegen die beste Einzellösung“, sagte McDermott.

Auch nach der Übernahme des US-Softwarekonzerns Sybase schließen die beiden SAP-Bosse weitere Zukäufe nicht aus: „Übernahmen sind ein wichtiger Teil unserer Strategie. Aber es werden eher kleinere Käufe sein, wir planen nicht bald schon wieder eine Akquisition in der Größenordnung wie Sybase“, sagte Snabe.

Besondere Hoffnungen setzen McDermott und Snabe in die so genannte In-Memory-Technologie, eine Eigenentwicklung, die vor allem SAP-Mitgründer und Aufsichtsratschef Hasso Plattner vorantreibt. Bei In Memory werden Daten direkt im Arbeitsspeicher eines Computers verarbeitet, statt den Umweg über die Festplatte nehmen zu müssen.

Nach Meinung der SAP-Co-Chefs ist die Technologie eine der wichtigsten Waffen von SAP im Kampf gegen den US-Wettbewerber Oracle.

"Oracle wird ein ernstes Problem haben", sagt McDermott. „Unsere In-Memory-Technologie zielt direkt auf Oracles Kerngeschäft Datenbanken, die praktisch den gesamten operativen Gewinn erwirtschaften.

Wenn die Prognosen für In-Memory halbwegs richtig sind, könnte für Oracles Kerngeschäft das Überleben schwierig werden."

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