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Schadenersatzansprüche von 41 Großanlegern: Milliardenklage gegen Porsche und VW eingereicht

von Martin Seiwert

Die Klage der Münchener Kanzlei CLLB gegen Porsche und VW dürfte ein Auslöser für die gestrige Mitteilung von Volkswagen gewesen sein, dass die Fusion mit der Porsche Automobil Holding SE in diesem Jahr nicht mehr stattfinden wird.

Foto: Patrick Seeger dpa/lsw Quelle: dpa
Foto: Patrick Seeger dpa/lsw (zu dpa vom 08.09.2011) (c) dpa - Bildfunk Quelle: dpa

Am Mittwoch hat die auf Kapitalmarktrecht spezialisierte Münchner Kanzlei CLLB beim Landgericht Braunschweig eine Schadensersatzklage in Höhe von knapp 1,1 Milliarden Euro  gegen Porsche und Volkswagen eingereicht. Das berichtet die WirtschaftsWoche. Die Klage ist offenbar einer der Auslöser für die gestrige Mitteilung von Volkswagen, dass die Fusion mit der Porsche Automobil Holding SE in diesem Jahr nicht mehr stattfinden wird. In der Klage geht es um Ansprüche von 41 Banken, Versicherungen, Fondsgesellschaften, Staats- und Hedgefonds. Die Porsche Automobil Holding SE soll, so der Vorwurf, Anleger um 1 096 468 359,52 Euro geschädigt haben und nun dafür aufkommen. Volkswagen sei als Mitwisser ebenfalls für den Schaden haftbar zu machen.

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Prominente Zeugen

Zehn der Investoren kommen aus Deutschland, 18 aus dem übrigen Europa, weitere zehn aus den USA. Ihre Ansprüche werden durch die Berliner Prozessführungsgesellschaft ARFB geltend gemacht. Die ursprünglichen Anspruchsinhaber wollen ihre Namen nicht preisgeben, bevor es zur Verhandlung kommt. Die beiden ARFB-Gesellschafter, der Kapitalmarktrechtler Franz Braun von CLLB und dessen Kollege Alexander Reus von der amerikanischen Partnerkanzlei DRRT, die die 205-seitige Klageschrift verfasst haben, werfen Porsche und Volkswagen „Marktmanipulation und unterlassene Ad-hoc-Mitteilung“ vor. Dazu soll es im Rahmen der gescheiterten Übernahme des Volkswagen-Konzerns durch Porsche gekommen sein. Die Unternehmen weisen sämtliche Vorwürfe als unbegründet zurück.

In der Klageschrift sind als Zeugen nicht nur VW-Aufsichtsratschef Ferdinand Piëch, Volkswagen-Chef Martin Winterkorn und Ex-Porsche-Chef Wendelin Wiedeking benannt. Auch Bundespräsident Christian Wulff soll aussagen, weil er in seiner Zeit als niedersächsischer Ministerpräsident und VW-Aufsichtsrat möglicherweise Zeuge der behaupteten Marktmanipulationen wurde.    

Schaden im dreistelligen Milliardenbereich

„Der Gesamtschaden“, den die Anleger durch Porsche und VW erlitten hätten, heißt es in der Klageschrift, „liegt geschätzt im dreistelligen Milliardenbereich“. Nach Informationen der WirtschaftsWoche könnten bis Jahresende weitere Kanzleien in Deutschland Milliardenklagen gegen Porsche und VW einreichen. Zudem gibt es bereits Milliardenklagen amerikanischer Hedgefonds in den USA. Allerdings ist auch das Prozesskostenrisiko für die Klageseite beträchtlich: Kosten von mindestens 4,5 Millionen Euro werden laut WirtschaftsWoche fällig, sollte das Verfahren durch drei Instanzen gehen.

3 KommentareAlle Kommentare lesen
  • 11.09.2011, 21:38 UhrAnonymer Benutzer: Ramos

    Der Helago hat recht. Was bilden sich die Amis überhaupt ein.!!!!!!!(bayons ndmicri

  • 09.09.2011, 21:43 UhrAnonymer Benutzer: Helago

    Zocken wollen und NiCHT verlieren können, das sind mir die Richtigen. Was wollen die Amis? Prozess führen gegen ein Unternehmen das nicht an irgend einer börse im Land der ungegrenzten Möglichkeit gelistet ist??? Da lachen ja die Hühner...
    in D gibt es kaum Chancen für solche Gerichtsverfahren. Die Anwälte können sich jetzt schon mal die Hände reiben...

  • 09.09.2011, 15:46 UhrAnonymer Benutzer: Commander

    Hallo Herr Seiwert,
    Sie werden sich erinnern:

    http://www.wiwo.de/unternehmen-maerkte/existenzgefaehrdende-risiken-bei-porsche-460256/2/

    Paßt das diesmal, mit den "Nullen"?
    Gruß
    Commander

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