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Unternehmen: Scharon wirft Europa Antisemitismus vor

Mit drastischen Worten reagierte der israelische Ministerpräsident auf die umstrittene Meinungsumfrage, bei der 65 Prozent der befragten Europäer Israel als "die größte Gefahr für den Weltfrieden" bezeichnete.

HB JERUSALEM. Ariel Scharon warf Europa in einem Interview „kollektiven Antisemitismus“ vor. Gleichzeitig bezeichnete er die wachsende Zahl von Muslimen innerhalb der EU als Gefahr „für das Leben der Juden“. Scharon reagierte damit unter anderem auf eine Meinungsumfrage in Europa, in der eine deutliche Mehrheit der Befragten Israel als die zurzeit größte Gefahr für den Weltfrieden bezeichnete. Gleichzeitig pries Scharon die italienische Regierung, unter deren EU-Präsidentschaft Europa eine ausgewogenere Politik gegenüber Israel verfolgt habe. Scharon reagierte mit dem Interview auch auf eine Umfrage, in der die meisten Europäer Israel als die „größte Gefahr für den Weltfrieden“ eingestuft hatten. „Wir stehen in Europa einem Antisemitismus gegenüber, der immer existierte und wirklich kein neues Phänomen ist“, meinte Scharon. Die Europäer würden nicht zwischen Israel und den Juden unterscheiden. „Wir sprechen hier von einem kollektiven Antisemitismus. Der israelische Staat ist ein jüdischer Staat und beides wird miteinander gleichgesetzt“, sagte Scharon. Scharon mahnte gleichzeitig, die wachsende Zahl von Muslimen in der EU gefährde das Leben von Juden. „Da die muslimische Präsenz in Europa immer stärker wird, bedroht dies sicherlich das Leben von Juden“, sagte er. Allein die Tatsache, dass es, so Scharon, eine „riesige Zahl von etwa 17 Mill. Muslimen in der EU gibt“, mache dies zu einer „politischen Frage“. Inzwischen begann der stellvertretende italienische Ministerpräsident Gianfranco Fini einen umstrittenen viertägigen Besuch in Israel. Nach einer Besichtigung der Holocaust-Gedenkstätte Jad Waschem bezeichnete der Vorsitzende der ehemals neofaschistischen Nationalen Allianz die faschistische Vergangenheit seines Landes als „beschämendes Kapitel in der Geschichte unseres Volkes“.

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