Scheidender Telekom-Chef: Obermann trotz dem Fluch der „lahmen Ente“

22. Dezember 2012, aktualisiert 22. Dezember 2012, 15:14 Uhr
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Keine „lahme Ente“: René Obermann. Quelle: dapd
von dpa Quelle: Handelsblatt Online

René Obermann hört Ende 2013 als Chef der Telekom auf. Eine „lame duck“, also ein handlungsunfähiger Entscheider, will er aber nicht werden. Er beschwört Dynamik und Engagement, sagt aber nichts über seine Zukunft.

München/BonnDer scheidende Telekom-Chef René Obermann hat betont, dass sein angekündigter Rücktritt Ende 2013 selbst gewählt ist. „Ich bin bis zur Staffelübergabe an meinen Nachfolger Timotheus Höttges für die Telekom-Führung verantwortlich. Entsprechend werden Sie mich auch nächstes Jahr dynamisch und engagiert erleben“, sagte er in einem Interview mit dem Nachrichtenmagazin „Focus“. Er wolle auch kommendes Jahr keine „lahme Ente“ sein. Zu angestoßenen Programmen, wie den Milliarden-Investitionen in ein schnelleres Festnetz, sagte der Manager: „Ich kann gut damit umgehen, gemeinsam etwas aufzubauen und dann nur einen Teil der Früchte zu ernten.“

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Zu seinen Zukunftsplänen hielt sich Obermann bedeckt. Auf die Frage, ob er nicht doch zunächst einen Rückzug ins Privatleben mit seiner zweiten Ehefrau Maybrit Illner plane, sagte er dem Magazin: „Dazu habe ich einfach zu viel Energie, arbeite zu gern und will mir das auch nicht abgewöhnen.“

Obermann hatte seinen vorzeitigen Abgang überraschend am vergangenen Donnerstag angekündigt. Nachfolger wird der bisherige Finanzvorstand Timotheus Höttges, der seit dem Jahr 2000 bei der Deutschen Telekom arbeitet.

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Kommentar | 1Alle Kommentare
  • 22.12.2012, 17:35 UhrGerd

    Lame duck?
    War er das nicht schon immer? Man muss ihm aber zugutehalten, dass er schlussendlich selbst erkannt hat, dass er nicht auf die Brücke, sondern in den Maschinenraum gehört.
    Es gibt frappierende Parallelen zum ehemals trägen VW-Konzern. Die Telekom braucht keinen netten jovialen Jung-Manager, sondern einen Typen wie Piëch, der den Saftladen mit eisernen Besen auskehrt und dann zukunftsorientiert wieder aufbaut. Der designierte Nachfolger scheint aber nicht aus jenem Holz geschnitzt zu sein. Außerdem besitzt auch er längst die hauseigenen Scheuklappen.
    Von Obermann bleibt am Ende nur der Verlust des Börsenwertes von 30 Prozent in Erinnerung – ach ja, fast hätt´ ich es vergessen – und die Einführung der Frauenquote ;-).

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