Schlecker: Neuer Ärger mit Verdi

Schlecker: Neuer Ärger mit Verdi

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Ein Fenster einer Schlecker-Filiale. Die Drogerie-Kette hat große Differenzen mit Verdi.

von Henryk Hielscher

Kritik an „Abmahnwelle“ – Unklare Situation für Hunderte Leiharbeiter - Lagerstandort wird geschlossen

Dem Drogeriekonzern Schlecker droht wegen seiner Personalpolitik neuer Ärger mit der Gewerkschaft Verdi und Betriebsräten, berichtet die WirtschaftsWoche. Zwar hat das Unternehmen erst vor einem Monat mehrere Tarifverträge unterzeichnet und sich darin verpflichtet, alle Beschäftigten künftig nach Einzelhandelstarif zu bezahlen und auf den großflächigen Einsatz billigerer Leiharbeiter zu verzichten, aber die Ergebnisse werden nach Ansicht der Gewerkschaft massiv unterlaufen. „Schlecker hat nichts dazu gelernt“, sagt Verdi-Vertreter Achim Neumann. So hätte das Unternehmen derzeit eine „regelrechte Abmahnwelle“ gestartet, heißt es beim Schlecker-Gesamtbetriebsrat. Das Unternehmen widerspricht dieser Darstellung: „Es gibt keine Abmahnwelle.“

Unklar ist die Situation Hunderter Zeitarbeitskräfte, die derzeit in Schlecker-Filialen im Einsatz sind. Schlecker hatte in den vergangenen Monaten zahlreiche kleinere Filialen geschlossen und stattdessen größere XL-Filialen eröffnet. In den Großfilialen wurden überwiegend Zeitarbeitskräfte von Meniar, einem Arbeitnehmerverleiher, eingesetzt. Da die Zusammenarbeit mit dem Zeitarbeitsunternehmen Meniar zum 31. Dezember ausläuft, ist offen, ob die Beschäftigten übernommen werden. „Zunächst ist es Sache der Leiharbeitsfirma, wie oder an wen sie ihre Mitarbeiter vermittelt“, teilte das Unternehmen dazu mit. Besonders pikant: Unter den Meniar-Beschäftigten sind viele ehemalige Schlecker-Angestellte.

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Einschnitte drohen nach Informationen der WirtschaftsWoche auch in der Schlecker-Logistik. An mehreren Lagerstandorten wurden in der vergangenen Woche Kündigungen ausgesprochen. Zudem wird ein Lagerstandort im thüringischen Berga zum 31. Dezember 2010 geschlossen. Betroffen sind rund 100 Mitarbeiter. Die Beschäftigten erhalten „Abfindungen nach einem mit der Gewerkschaft Verdi ausgehandelten Sozialplan“, heißt es dazu bei Schlecker.

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