Schmiergeld-Skandal: Siemens-Aufsichtsrat berät über Schadenersatzforderungen

Schmiergeld-Skandal: Siemens-Aufsichtsrat berät über Schadenersatzforderungen

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Siemens Forum in München: Heute kommt der Aufsichtsrat zu einer Sitzung zusammen. Dabei wird über mögliche Schadenersatzforderungen gegen frühere Top-Manager beraten.

Gestern wurde der ein ehemaliger Siemens-Manager zu einer Bewährungsstrafe verurteilt, weil er bei Siemens ein System schwarzer Kassen aufgebaut hatte. Das Urteil übte Kritik an früheren Topmanagern und liefert dem Siemens-Aufsichtsrat Stoff für eine spannende Sitzung. Denn heute berät der Aufsichtsrat über mögliche Schadenersatzforderungen gegen die frühere Führungsriege.

Im Zusammenhang mit dem milliardenschweren Schmiergeld-Skandal berät der Siemens-Aufsichtsrat heute über mögliche Schadenersatzforderungen gegen das frühere Management. Nach Informationen aus Branchenkreisen drohen insgesamt zehn ehemaligen Führungskräften entsprechende Forderungen, darunter auch dem früheren Siemens-Chef Heinrich von Pierer, gegen den die Staatsanwaltschaft wegen einer Verletzung der Aufsichtspflicht ermittelt.

Das Unternehmen lastet der früheren Siemens-Spitze dem Vernehmen nach erhebliche Versäumnisse während ihrer Amtszeit an. So sollen sie Hinweisen auf schwarze Kassen im Unternehmen nicht konsequent genug nachgegangen sein. Siemens selbst hatte stets betont, immer mögliche Schadenersatzansprüche zu prüfen.

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Siemens-Zentralvorstände wollen sich wehren

Nach einem Bericht des Nachrichtenmagazins „Der Spiegel“ wollen sich die ehemaligen Siemens- Zentralvorstände gegen etwaige Forderungen zur Wehr setzen, wie ihre Anwälte angekündigt hätten. Am Montag war im ersten Strafprozess um den Schmiergeld-Skandal bei Siemens ein ehemaliger Manager der Siemens-Festnetz-Sparte ICN zu einer Bewährungsstrafe von zwei Jahren und einer Geldstrafe verurteilt worden.

Insgesamt geht es im größten Korruptionsskandal der deutschen Wirtschaftsgeschichte um 1,3 Milliarden Euro an dubiosen Zahlungen, die vermutlich als Bestechungsgeld im Ausland eingesetzt wurden.

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