Shoppingcenter: ECE will SinnLeffers-Mieten nicht senken

Shoppingcenter: ECE will SinnLeffers-Mieten nicht senken

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ECE-Chef Alexander Otto

Die angeschlagene Modekette SinnLeffers kann bei ihren Sanierungsbemühungen nicht auf die Unterstützung des Hamburger ShoppingCenter-Betreibers ECE zählen.

ECE-Chef Alexander Otto sagte der WirtschaftsWoche: „SinnLeffers ist in sieben ECE-Centern vertreten und zahlt sehr moderate Mieten, die zum Teil auch an den Umsatz gekoppelt sind. Ich sehe es daher kritisch, die Mieten zu senken, zumal es viele Interessenten für die Objekte gibt.“ Die Bekleidungskette, die deutschlandweit 47 Filialen betreibt und 4000 Mitarbeiter beschäftigt, hatte Anfang August das Insolvenzplanverfahren eingeleitet. SinnLeffers-Geschäftsführer Patrick Feller hatte die Krise seines Unternehmens vor allem mit zu hohen Forderungen der Vermieter begründet.

ECE-Chef Otto geht zudem davon aus, dass weitere Warenhäuser in Deutschland schließen werden. Es gebe zwar sehr erfolgreiche Modelle wie das KaDeWe in Berlin, so Otto. Vor allem kleineren Häusern würden aber Probleme bekommen. „Mit wenig Verkaufsfläche können sie heute kaum noch gegen hoch spezialisierte Filialisten wie H&M oder Thalia bestehen“, sagte Otto. Dagegen werde die Zahl der Shoppingcenter weiter wachsen. ECE plane in den kommenden drei Jahren sieben neue Standorte in Deutschland. Schon heute betreibt das Unternehmen 79 Einkaufscenter in Deutschland. Auch in Osteuropa will Otto trotz der internationalen Finanzkrise weiter expandieren. Kreditgeber und Investoren seien zwar „extrem restriktiv geworden“, so Otto. „Andererseits sind auch die Mondpreise, die zuletzt für Grundstücke und Immobilien gezahlt wurden, wieder auf attraktive Niveaus gefallen. Es gibt wieder Einstiegschancen.“

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Mit insgesamt 97 Standorten ist ECE der größte europäische Shoppingcenter-Betreiber. Der Umsatz in den ECE-Geschäften lag 2007 bei rund zwölf Milliarden Euro. Im laufenden Jahr ist die Entwicklung verhalten. „Wir haben im ersten Halbjahr rund ein Prozent mehr Umsatz gemacht - das ist eine ordentliche Entwicklung“, sagte Otto. Er rechnet aber damit, dass das „zweite Halbjahr schwieriger“ werde.

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