Siemens-Korruptionsaffäre: Wirtschaftsstrafanwalt sieht "tödliche" Gefahr durch US-Börsenaufsicht

Siemens-Korruptionsaffäre: Wirtschaftsstrafanwalt sieht "tödliche" Gefahr durch US-Börsenaufsicht

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Siemens in München

Der Düsseldorfer Wirtschaftsstrafrechtler Professor Jürgen Wessing, der zahlreiche deutsche Großunternehmen wie Daimler gegenüber der US-Börsenaufsicht SEC vertreten hat, erwartet im Korruptionsfall von Siemens einen Wirtschaftsprozess größten Ausmaßes.

Der Siemens-Prozess werde vermutlich „noch spektakulärer als das Mannesmann-Verfahren“, sagte der Strafrechtler, zu dessen Spezialgebieten Korruptions- und Geldwäscheprozesse gehören, der WirtschaftsWoche. „Es geht um Abschreckung in der Gesellschaft, da verstehen sich Staatsanwälte auch als eine Art Sozialingenieure. Die Münchner Strafverfolger sind dafür bekannt, dass sie in der Form konziliant, in der Sache aber sehr konsequent vorgehen.“

Eine Einigung zwischen Siemens und in der Schmiergeldaffäre ermittelnden US-Börsenaufsicht SEC sieht Wessing in weiter Ferne. „Der SEC steht eine Sanktionsbreite zur Verfügung, die könnte selbst Siemens tödlich treffen“, sagt der Jurist und fügt hinzu: „Auch könnte eine Zwangskontrolle des Vorstandes – ein fremder Verwalter – durch von der SEC bestimmte Personen angeordnet werden.“ Würde Siemens, wie in Konzernkreisen vermutet, von der SEC eine Strafgeldzahlung in Höhe von sechs Milliarden Euro auferlegt werden, „stünde Siemens als weltweit größter Wirtschaftskrimineller der Geschichte am Pranger“, so Wessing. „Daraus könnten Konkurrenten weltweit Kapital schlagen und Siemens sehr schwer schädigen.“

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