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Siemens-Skandal: Nichts gewusst bei AUB

von Harald Schumacher

Die Arbeitsgemeinschaft Unabhängiger Betriebsangehöriger (AUB) wird von ihrer Vergangenheit eingeholt. Nach Recherchen der WirtschaftsWoche war ein Mitglied der 2007 neu gewählten AUB-Führungsmannschaft ins enge Geflecht zwischen Siemens und dem früheren AUB-Vorsitzenden Wilhelm Schelsky verstrickt.

Der frühere und heutige AUB-Bundesgeschäftsführer Gottfried Linn wurde jahrelang direkt von Siemens bezahlt.

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Schelsky, der von Siemens im Lauf der Jahre rund 50 Millionen Euro erhielt, um die gewerkschaftskritische AUB aufzubauen, warb Linn von der Bundeswehr-Akademie für Information und Kommunikation ab. 1998 wechselte Linn als Geschäftsführer in die AUB-Bundesgeschäftsstelle in Nürnberg. Sein Arbeitgeber war aber nicht die AUB, sondern Siemens, obwohl er „kein Wort mit Siemens-Mitarbeitern gesprochen hatte und damals nie bei Siemens war“. Linn gab sich mit unpräzisen Erklärungen Schelskys dazu zufrieden und bekam fortan sein Gehalt von Siemens. Dass aber alles in allem 50 bis 60 Millionen Euro von Siemens an Schelsky und von dort zu einem erheblichen Teil an die AUB flossen, davon hat Linn nach eigener Aussage „nichts gewusst“. Er organisierte AUB-Aktivitäten und gab Betriebsräten Kommunikationsseminare.

Als der Funktionär bei dem dominanten Schelsky in Ungnade fiel, fand der AUB-Vorsitzende einen neuen Job für ihn: bei Siemens. Linn wechselte im Frühjahr 2001 in die Personalabteilung der damaligen Siemens-Handysparte ICM. „Die Arbeit dort ging völlig vorbei an meinen Interessen und Kompetenzen“, sagt Linn. Der neue Vertrag bot dem Familienvater aber eine Existenzsicherung. 2001 half Linn also, Siemens-Leute zu rekrutieren. Bald aber baute die Handysparte Personal ab – auch Linns Job. Nun fing ihn wieder Schelsky auf. Linn wurde im September 2003 hessischer AUB-Landesgeschäftsführer – nach „einem Ausflug in die Industrie“, schrieb das Mitgliederblatt „AUB intern“.

Linns Arbeitgeber diesmal: Schelskys Unternehmensberatung, an die Siemens Millionen überwies. Schelsky wurde am Valentinstag 2007 verhaftet und sitzt seitdem in U-Haft. Linn und andere AUBler mit Schelsky-Vertrag standen schlagartig ohne Einkommen da. Aber der neue AUB-Vorstand machte den Weggefährten 2007 wieder zum Bundesgeschäftsführer – auf Honrorarbasis, aber endlich mit AUB-Vertrag. Der 54-Jährige, der seine A-15-Besoldung einst für Schelskys große Versprechen aufgab, kommt so heute auf eine Monatsvergütung von 4000 Euro.

2 KommentareAlle Kommentare lesen
  • 22.04.2008, 15:30 UhrAnonymer Benutzer: AnGe

    Zum Kommentar von W. Eichholz:
    Diese Ansichten könnte man gerne teilen, wenn, ja, wenn sich Herr Schelsky wirklich eine unabhängige Meinung bewahrt hätte... angesichts dessen, dass sich dieser "Aufklärer" seine "unabhängige" Meinung mit 50 Millionen vergolden lässt, die dem Gewinn des Unternehmens Siemens entzogen wurden, und somit den Aktionären Verluste und den Mitarbeitern Schaden (Arbeitsplatzverluste wegen rückläufigem EbiT) zufügten, kann doch nicht ernsthaft von einem Held des Volkes gesprochen werden? Warum mussten diese Geschäfte so heimlich abgewickelt werden, warum konnte der ach so tolle Herr Schelsky nicht öffentlich über den Geldfluss aus dem Hause Siemens "aufklären", wenn er doch nur lautere Motive hatte? Und wie sieht es mit den Erfolgen der AUb aus? Seit diese Gruppierung im betriebsrat bei Siemens sitzt, wurden unter dem Applaus dieser sogenannten Gewerkschaft Tausende von Arbeitsplätzen abgebaut. Wer fügte hier wem Schaden zu? Oder sind Siemens-Mitarbeiter in der obigen Definition keine bürger dieses Staates mehr, genauso wenig wie die geschädigten Aktionäre?

  • 21.04.2008, 18:29 UhrAnonymer Benutzer: Willi Eichholz

    Willi Eichholz 40724 Hilden, den 17. April 2008
    Haydnstr. 9





    Staatsanwaltschaft Nürnberg-Fürth
    Fürther Str. 110
    90429 Nürnberg
    Fx: 0911/321/2466



    Strafanzeige:
    Wegen: Untreue gegenüber dem Grundgesetz (Art. 56 u.a. )
    Gegen den: Leitenden Staatsanwalt im Verfahren gegen den ehemaligen Vorsitzenden der AUb-Gewerkschaft Wilhelm Schelsky u.a.
    Sehr geehrte Damen ./.Herren!
    Gemäß dem Art. 56 des Grundgesetzes ist jeder bürger verpflichtet “…den Nutzen des Volkes zu mehren und Schaden von ihm abzuwenden ….“.
    Dies gilt in ganz besonderem Maße für die Kräfte, die in dieser Gesellschaft gestalterische Macht besitzen.
    insbesondere die iG Metall hat in der Vergangenheit durch maßlose, aller menschlichen Vernunft widersprechenden Forderungen, den bürgern dieses Staates gravierenden Schaden zugefügt.
    in der Folge ist der bevölkerungsteil, der an Werkbänken, in Werkstätten und in Werkhallen als Werktätige den Lebensunterhalt der Gesamt-bevölkerung erschafft, in die Position einer ausgebeuteten, überforderten Minderheit gebracht worden.
    Große bevölkerungsteile leiden dadurch unter Arbeitslosigkeit, sinkendem Lebensstandard und fehlenden Lebensperspektiven.
    Gegenüber diesem bürgerschädigenden Verhalten, insbesondere durch die iG Metall, ist jeder bürger zum Widerstand verpflichtet.
    Wilhelm Schelsky wollte mit seiner AUb-Gewerkschaft hier als Aufklärer wirken, um die Schädiger der bürger, insbesondere in der iG Metall stoppen zu können.
    Wenn die Staatsanwaltschaft hier jedoch die interessen der Schädiger des Volkes wahrnimmt und Aufklärer, wie Wilhelm Schelsky u.a. bestrafen will, arbeitet sie den Vorgaben des Grundgesetzes diametral entgegen und verkehrt den Sinn des Daseins der Staatsanwaltschaft ins glatte Gegenteil.
    Mit freundliche Grüßen
    Willi Eichholz
    Ø Wilhelm Schelsky, c/o RA Lubojanski, Fx 0911/2148585
    Ø div. weitere

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