Siemens-Skandal: Reges Interesse an Amnestie - keine Ausweitung

Siemens-Skandal: Reges Interesse an Amnestie - keine Ausweitung

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Siemens Chief Executive Peter Loescher (L) and Chief Financial Officer Joe Kaeser address the media during a news conference ahead of the company's annual shareholder meeting in Munich January 24, 2008. Siemens, which is being investigated worldwide on corruption allegations, said group operating profit in the quarter ending Dec. 31 was 1.72 billion euros ($2.51 billion), up 16 percent compared with the previous year. REUTERS/Michael Dalder (GERMANY)

Im Siemens-Schmiergeldskandal stößt das interne Amnestie-Angebot an reuige Mitarbeiter auf große Resonanz. „Das Programm ist äußerst erfolgreich“, sagte Konzernchef Peter Löscher heute vor der Hauptversammlung in München. Bisher hätten sich 33 Beschäftigte gemeldet. In vier Fällen sei eine Amnestie gewährt, in zweien abgelehnt worden.

In vier Fällen sei eine Amnestie gewährt, in zweien abgelehnt worden. Den übrigen Fällen werde noch nachgegangen. Siemens will auf drastische Maßnahmen wie Kündigungen und Schadenersatzforderungen verzichten, wenn Mitarbeiter aus eigenem Antrieb zur Aufklärung der Affäre beitragen. Das Angebot gilt noch bis Ende Januar. Eine Ausweitung der Affäre sieht der Konzern derzeit nicht. Man gehe weiterhin von dubiosen Zahlungen in Höhe von 1,3 Milliarden Euro aus, sagte Finanzvorstand Joe Kaeser.

Die „Süddeutsche Zeitung“ hatte berichtet, in der Sparte Medizintechnik seien 140 Millionen Euro in dunkle Kanäle geflossen. Die Siemens-Führung betonte aber, die Summe sei in der bisher genannten Zahl für den Gesamtkonzern enthalten, es gebe keine neue Entwicklung. Im ersten Quartal des Geschäftsjahres 2007/08 (30. September) gab Siemens insgesamt 127 Millionen Euro für Berater und die Verbesserung der Kontrollsysteme aus.

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Damit summieren sich die Kosten des Skandals bereits auf mehr als 1,5 Milliarden Euro. Auch künftig seien Strafzahlungen, Geldbußen und andere Ausgaben in erheblichem Umfang zu erwarten, hieß es. Da sich die drohenden Strafen aber nicht konkret beziffern lassen, bildete der Konzern noch keine Rückstellungen. Die größte Gefahr droht Siemens nach Einschätzung von Experten aus den USA, wo die mächtige Börsenaufsicht SEC eine Milliardenstrafe verhängen könnte

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