Siemens: Steuerwunder durch Schmiergelder

Siemens: Steuerwunder durch Schmiergelder

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Schmiergeld steuersparend für Siemens?

Zufall oder auch nicht? Nur zwei Jahre nachdem Heinrich v. Pierer sein Amt als Vorstandsvorsitzender angetreten hatte, ging bei Siemens die Steuerquote am Betriebsergebnis deutlich nach unten.

Hatte der Münchner Konzern in den Jahren 1988 bis 1993 im Schnitt noch eine Steuerquote von 87 Prozent am Betriebsergebnis, bei dem außerordentliche Ergebnisse und das Finanzergebnis herausgerechnet sind, sackte diese Quote in den Jahren 1994 bis 1998 auf nur noch 38,5 Prozent im Schnitt ab.

Zwischenzeitlich setzte die Bundesregierung zwar vom Jahr 1995 an die Körperschaftsteuer von 50 auf 45 Prozent herunter, das erklärt aber nicht die plötzlich deutlich geringeren Steuern.

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Sie könnten aber ein Indiz für immer höhere Schmiergeldzahlungen in der Ära von v. Pierer sein. Denn bis einschließlich 1998 durften Konzerne Schmiergelder als „nützliche Aufwendungen“ absetzen. Als vom 1. Januar 1999 an der Fiskus die steuerliche Absetzbarkeit der Schmiergelder abschaffte, schnellte bei Siemens die Steuerquote hoch – von 32 auf 86 Prozent und damit auf Werte aus der Ära vor v. Pierer. In der Münchner Konzernzentrale war kurzfristig keine Erklärung für das damalige Steuerwunder erhältlich.

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