SNCF: Französischer Bahnkonkurrent bläst Angriff ab

SNCF: Französischer Bahnkonkurrent bläst Angriff ab

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Gleise

von Christian Schlesiger und Gerhard Bläske

Der französische Bahnkonzern zieht seinen Deutschland-Plan zurück. Wegen lahmender Produktion und lähmender Zulassungsprozeduren war die Fahrzeugbeschaffung schwierig und es drohten Stornogebühren in Millionenhöhe.

Der Angriff war für Dezember 2011 geplant. Von da an wollte die französische Staatsbahn SNCF die Deutsche Bahn auf der Fernstrecke attackieren. 22 Züge sollte die SNCF-Tochter Keolis zwischen Hamburg und Straßburg einsetzen. Einige Züge sollten über Köln und Frankfurt fahren, andere über Berlin, Halle und Frankfurt. Zudem war ein täglicher Abstecher über München nach Salzburg vorgesehen.

Doch daraus wird nichts. Die Franzosen haben ihren Plan auf Eis gelegt. Grund für die Absage: Die Franzosen befürchten, sie könnten bis zum Start im Dezember 2011 nicht genügend Fahrzeuge beschaffen. Denn die Industrie kommt mit der Produktion derzeit nicht nach. Zudem schleppt sich die Zulassung der Züge in Deutschland oft monatelang hin.

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Stornogebühren drohten

Eine Verzögerung wäre für Keolis teuer geworden. So hätte das Unternehmen Stornogebühren zahlen müssen, wenn es nicht pünktlich die beantragten Trassen genutzt hätte. In einem Rahmenvertrag mit der Deutsche-Bahn-Tochter DB Netz hätten sich die Franzosen vorab auf bestimmte Strecken festlegen müssen. Das Abkommen sollte bis Ende 2015 laufen. Die Stornogebühren hätten 15 Prozent der Trassenpreise betragen. Dieses Millionenrisiko wollte die Keolis-Mutter SNCF, die im vergangenen Jahr Verluste schrieb, nicht eingehen.

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