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Social Media: Nur 24 von 182 Dax-Vorstände in sozialen Netzwerken aktiv

Soziale Netzwerke mögen zwar der Megatrend der letzten fünf Jahre sein, doch nicht bei den Dax-Vorständen.

Welche Dax-Vorstände bei LinkedIn vertreten sind
Welche Dax-Vorstände bei LinkedIn vertreten sind

Lediglich BMW-Chef Norbert Reithofer ist auf drei Plattformen zu finden: bei Facebook, Twitter und LinkedIn. Zwar bringt er es nur auf wenige Kontakte - bei Facebook hat Reithofer gerade mal 14 Fans, bei Twitter 17 Follower und bei LinkedIn noch keine einzige Kontaktperson - doch er wagt sich immerhin so weit in die Social-Media-Welt hinaus.

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Nur Reinhard Clemens, Geschäftskunden-Vorstand bei der Telekom tanzt noch auf zwei Hochzeiten: Bei Xing und LinkedIn. Insgesamt sind nur 24 von 182 Dax-Vorstände auf einer Social-Media-Plattform vertreten, belegt eine Untersuchung der Agentur Deutsche Markenarbeit aus Düsseldorf, die der Wirtschaftswoche exklusiv vorliegt. Widersinnig genug: „Sämtliche Dax30-Konzerne erhöhen derzeit ihre Social-Media-Etats - und die Vorstände selbst verstehen nicht, dass sie und kein anderer das Gesicht des Unternehmens ist", findet Markenarbeit-Gründer Frank Dopheide. Das stützt auch eine US-Studie von Burson Marsteller, die zeigt, dass der Börsenwert einer AG um 24 Prozent wächst, wenn die Reputation des Vorstandschefs um zehn Prozent steigt. Zudem verschenken sie die Gelegenheit, sich den Mitarbeitern, Geschäftspartnern und Kunden zu zeigen, um das Markenvertrauen zu stärken. Zumal Manager auf der Beliebtheitsskala auf dem vorletzten Platz vor den Politikern gesunken sind.

Ganz anders als die Angelsachsen: Nicht nur die Queen und Bill Gates sind auf Twitter, selbst Playboy-Mogul Hugh Hefner verkündet dort gar persönliche Details. Auch er ist unverdächtig, ein Internet-Nerd zu sein, ebensowenig wie der Papst - auch der ist bei Twitter.Warum die deutsche Dax-Vorstände nicht auf Twitter, Facebook & Co. einsteigen, um dort ihrem Unternehmen zu dienen und selbst an ihrem eigenen Image mitzufeilen?  "Immerhin kennen sie alle gute Gründe, warum ihre Company in der Social-Media-Welt vertreten sein soll", merkt Frank Dopheide an. Zum Beispiel weil die Unternehmen ihre Mitarbeiter hierüber schneller erreichen können, weil sie mehr Kundennähe gewinnen, schneller selbst und direkt die öffentlichkeit informieren können als die Presse."Die Unternehmenslenker sind so publizitätsscheu, weil die Dressur jahrelanger Unternehmensberatung sie dazu gemacht hat", glaubt Dopheide. Den Vorständen wurde jahrelang geraten, dass sie sich von der öffentlichen Bühne zurückziehen und aus dem Hintergrund führen sollten. Zum Schutz der Unternehmensmarke. Denn dann war es auch weniger riskant für die Unternehmen, wenn die Vorstände wechselten - sei es wegen auslaufender Verträge oder wenn sie sich etwas zuschulden kommen ließen. Kurz: Die Firma wurde unabhängiger von ihren Managern.Markenexperte Dopheide vergleicht: "In Zeiten schwerer See ist es dagegen fatal, wenn der Kapitän nicht an Deck gesichtet wird. Wäre Ergo-Chef Torsten Oletzky der interessierten Öffentlichkeit vertraut und von ihr akzeptiert gewesen, hätte er der Ergo Kraft seiner Managermarke mehr Deckung geben können. Er kam an Deck, als das Schiff leck schlug. Honorig, aber weniger wirkungsvoll."Vorbilder  sind dagegen alle erfolgreichen Start-ups der letzten Jahre, so Ex-Werbeagenturchef Dopheide weiter. "Marc Zuckerberg von Facebook hat wie Google und Co verstanden, dass der Kopf eines Unternehmens der schnellste, wirkungsvollste und günstigste Weg ist die Unternehmensmarke zu profilieren. Sie verstehen sich als Manager und Markenartikel des Unternehmens."

10 KommentareAlle Kommentare lesen
  • 18.08.2011, 14:52 UhrAnonymer Benutzer: Brain Injection

    Die Untersuchung inklusive aller Ergebnisse, Grafiken und Angaben zur Methodik kann jetzt auf unserer Facebook Seite heruntergeladen werden: http://www.facebook.com/braininjection?sk=app_124583834289123

  • 17.08.2011, 09:54 UhrAnonymer Benutzer: Utku Akkoc

    Wer nicht mit der Zeit geht, geht mit der Zeit oder lässt die Extraumsätze links liegen und die, die gut vernetzt sind multipliezieren die Umsätze und Gewinne.
    VG
    Utku Akkoc
    https://www.xing.com/profile/Utku_Akkoc

  • 16.08.2011, 19:37 UhrAnonymer Benutzer: b2bimsocialweb.de

    Achtung, Glaubwürdigkeit! http://www.b2bimsocialweb.de/2011/08/16/dax-vorstande-sind-social-media-muffel-na-und/

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