Software-Konzern: SAP: Das Beste kommt noch

KommentarSoftware-Konzern: SAP: Das Beste kommt noch

Auf den ersten Blick hat der Walldorfer Softwarekonzern bei der heutigen Vorlage der Zahlen fürs erste Geschäftsquartal 2011 enttäuscht. Die Wachstumsaussichten der Walldorfer sind dennoch so gut wie lange nicht.

Am heutigen Donnerstagmorgen hat sich die Börse in Frankfurt mal wieder von ihrer unnachgiebigen Seite gezeigt: Um mehr als sechs Prozent ist die SAP-Aktie im Verlaufe des Vormittags abgesackt – der größte Kurssturz seit Oktober 2009. Eine geradezu dramatische Abstrafaktion des Marktes für den Softwarekonzern aus Walldorf, der heute seine Finanzzahlen für die drei Monate zwischen Januar und März dieses Jahres vorgelegt hat. Haupgrund: Analysten hatten beim operativen Gewinn 852 Millionen Euro prognostiziert, SAP aber „nur“ 779 Millionen Euro einfahren können (was währungsbereinigt freilich immer noch einem Plus von 21 Prozent gegenüber dem Vorjahresquartal entspricht).

Auch beim Ausblick fürs Gesamtjahr geben sich die SAP-Chefs Bill McDermott und Jim Hagemann Snabe vergleichsweise zurückhaltend und bekräftigen bloß die bereits Ende Januar abgegebene Prognose. „Wir liefern zielgenau das ab, was wir vorhergesagt haben“, so Snabe gegenüber der Nachrichtenagentur Bloomberg.

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Dabei hätten die beiden SAP-Bosse durchaus Grund zu etwas mehr Optimismus: Denn das Geschäft der Walldorfer brummt so stark wie seit langem nicht: Der Gesamtumsatz kletterte um ein Fünftel auf 2,33 Milliarden Euro; die Umsätze mit Software-Lizenzen wuchsen gar um 26 Prozent auf 583 Millionen Euro – das fünfte Quartal in Folge mit zweistelligem Wachstum bei Software- und Wartungsumsätzen. Vor allem die Softwareerlöse gelten als einer der wichtigsten Indikatoren überhaupt, ziehen sie doch Folgeerträge etwa in Form von Wartungsumsätzen nach sich.

Neue Produkte

Gute Aussichten für weiteres Wachstum also. Die gibt es auch anderswo: So kommt etwa das Geschäft mit der zur Miete übers Internet angebotenen Mittelstandssoftware Business By Design nach allerlei Startproblemen endlich in Gang. Laut Aussage von Co-Chef Snabe auf einer Telefonkonferenz am Vormittag habe SAP inzwischen 400 zahlende Kunden und werde die Zahl bis zum Jahresende wie geplant auf 1000 steigern. Einen weiteren Schub dürften SAP neue Produkte in den Bereichen Mobilität und Echtzeit-Datenanalyse bescheren, die in den kommenden Monaten auf den Markt kommen sollen.

Gute Aussichten

Und schließlich sollten auch Gewinn und Rendite bald wieder deutlicher zulegen. So stieg der Gewinn nach Steuern im Auftaktquartal nur um vier Prozent; die operative Marge sank gar um 2,5 Prozentpunkte. Beide Zahlen sind belastet durch Aufwendungen wegen der Übernahme von Sybase in Höhe von 112 Millionen Euro im vergangenen Jahr. Ohne derartige Sonderposten hätte der Gewinn bereits heute um ein Fünftel zugelegt; die operative Marge um 0,7 Prozentpunkte. Die Aussicht, dass bei SAP das Beste noch kommt, sind also gut.

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