Software: SAP-Chef: "Trotz Verschiebung auf Wachstumskurs"

Software: SAP-Chef: "Trotz Verschiebung auf Wachstumskurs"

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SAP-Manager Henning Kargermann und Léo Apotheker

Der Softwarekonzern SAP sieht sich trotz der Verschiebung seiner Mittelstandssoftware Business By Design weiter auf Wachstumskurs. In ihrem ersten Doppelinterview sagten die Vorstandssprecher Henning Kagermann und Léo Apotheker der WirtschaftsWoche, SAP verfüge über ein rasant wachsendes Kerngeschäft und erreiche schon heute mit mittelständischen Unternehmen einen Umsatz von mehr als einer Milliarde Euro.

Von einer bedrohlichen Situation könne man nicht sprechen. „Ich teile diese Einschätzung nicht, denn SAP Business By Design ist bei Weitem nicht der einzige Wachstumsmotor für künftiges Geschäft“, so Apotheker. „Wir haben drei wichtige Wachstumsträger: Das traditionelle SAP-Kerngeschäft, das immerhin im 17. Quartal in Folge zweistellig gewachsen ist, das bestehende Mittelstandsgeschäft sowie das Geschäft mit unserem Zukauf Business Objects. Allein dadurch, dass wir jetzt beginnen, Innovationen von Business By Design in die anderen Bereiche zu übertragen, können wir unser Geschäft weiter ausbauen. Also auch wenn SAP rein theoretisch von morgen an keine neue Kunden mehr bekommen würde, verfügen wir noch über ein enormes Wachstumspotenzial. Von einer Wachstumskrise kann also nicht die Rede sein, ganz im Gegenteil.“

Schon heute sei SAP im Mittelstand stark. „SAP ist im Mittelstand bereits sehr erfolgreich. Wir haben dort 35.000 Kunden – darunter 20 .000 Kleinstunternehmen bis 50 Mitarbeiter – und erzielen dort rund 30 Prozent unseres Umsatz. Überdies wächst das Mittelstandsgeschäft schneller als andere Produktsegmente der SAP. Wir sind derjenige Anbieter von Unternehmenssoftware mit der größten Bestandsliste – im Mittelstand ebenso wie bei Großkonzernen.“

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Bis zur Markteinführung von Business By Design will SAP vor allem die operativen Kosten für die Kunden auf zehn Prozent reduzieren, um eine hohe Akzeptanz der Software im Mittelstand zu erreichen. „Wir haben uns beispielsweise auf die Fahne geschrieben, die operativen Kosten des neuen Produkts für unsere Kunden um den Faktor zehn zu reduzieren“, so Apotheker. „Das bedeutet aber, dass es jede Menge Automatisierung im Ablauf der Systeme geben muss. Da sind wir noch nicht, wo wir sein wollen.“ Doch man sei vom Erfolg des Systems überzeugt. Kagermann: „Wir hätten doch nicht in Business By Design investiert, wenn wir nicht der Überzeugung wären, dort sogar noch eine höhere Marge erzielen zu können. Ohne diese Aussicht hätten wir gar nicht erst angefangen. Wir wissen: Wir müssen alles richtig machen – und das ist nicht einfach. Das ist aber auch gut so, denn sonst würde es ja längst jeder so machen.“

Mit Business By Design habe SAP die Chance, so Kagermann, seine Gewinnmarge von jetzt 28 auf deutlich über 30 Prozent zu steigern und wiederholte die Möglichkeit, sogar die Grenze von 35 Prozent zu überspringen. „Wenn alles richtig läuft, können wir in Zukunft vielleicht mal 35 Prozent erreichen – rein strukturell ist das möglich. Sie dürfen ja nicht vergessen: Derzeit investieren wir ziemlich kräftig, aber das tun wir ja nicht jedes Jahr. Wir haben jetzt eine Zeit hinter uns, in der wir uns auf Innovation konzentriert haben. Das ist nicht bei jedem Investor uneingeschränkt auf Verständnis gestoßen. Aber klar ist auch, dass danach wieder eine Phase kommt, in der wir uns stärker auf die Profitabilität konzentrieren.“

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