Softwarekonzern: Microsofts Hoffnung ist grün

Softwarekonzern: Microsofts Hoffnung ist grün

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Microsoft-Stand auf einer Messe

Auf seiner weltweiten Partnerkonferenz, die von Montag bis Donnerstag dieser Woche in New Orleans stattfindet, umschmeichelt Softwaregigant Microsoft seine 1,3 Millionen Geschäftspartner. Gemeinsam mit ihnen will Microsoft das Geschäft weiter ausbauen – vor allem mit Hilfe der neuen Programme Windows 7 und Office 2010, die in den kommenden Monaten auf den Markt kommen.

Mit Gigantomanie hat Microsoft noch nie Probleme gehabt: Der weltgrößte Softwarekonzern lädt wieder einmal zu seiner jährlichen Worldwide Partner Conference (WPC). Software- und Dienstleistungspartner aus aller Herren Länder folgen dabei seit Jahren dem Ruf von Microsoft. Rund 6500 Menschen aus 115 Staaten, darunter 220 aus Deutschland, sind es dieses Mal, die am Montagmorgen in New Orleans zusammenkommen. Der gigantische Aufwand wundert nicht, schließlich sind die rund 1,3 Millionen Partnerfirmen Microsofts wichtigste Instanz fürs Geschäft: Rund 95 Prozent seines Gesamtumsatzes in Höhe von zuletzt 60 Milliarden Dollar im Geschäftsjahr 2008 erzielt der Konzern indirekt, also mithilfe der vielen kleinen und großen Softwarefirmen rund um den Globus, die Microsofts Produkte an Kundenwünsche anpassen und verkaufen.

Die Wahl New Orleans‘ als diesjährigem Austragungsort der WPC hat dabei gleich eine mehrfache symbolische Bedeutung.  Seit 2003 findet die Veranstaltung mehr oder weniger beliebig in wechselnden US-Städten wie Boston, Denver, Dallas oder Minneapolis statt. Dieses Mal wählte Microsoft die Stadt im Delta des Mississippi River dagegen bewusst aus: Zur Unterstützung der lokalen Wirtschaft und der Bewohner von New Orleans, die immer noch an den Folgen der Verwüstungen und Überschwemmungen laborieren, die Hurrikan Katrina im August 2005 über sie gebracht hat. Damit setzt Microsoft bereits das zweite Zeichen der Hoffnung für die Stadt im Süden des US-Bundesstaats Louisiana. Im März dieses Jahres veranstaltete der Softwarekonzern aus Redmond schon seine Konferenz für den Geschäftsbereich Unternehmenssoftware, genannt Convergence, in New Orleans.

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Ein drittes Zeichen der Hoffnung schafft sich Microsoft nun gewissermaßen selbst: So baut der Softwarekonzern sein weltweites Partnerprogramm um, damit seine Partner – und damit letztlich auch Microsoft selbst – trotz Krise neues Geschäft machen können. „Die Rezession ist die Mutter aller Innovationen“, sagte Allison Watson, als Corporate Vice President für das weltweite Partnergeschäft bei Microsoft verantwortlich, in ihrer Eröffnungsrede. So ganz konnten sich die rund 3000 Zuhörer im größten Saal des Convention Centers von New Orleans freilich nicht des Gefühls erwehren, die klinge ein wenig nach dem Pfeifen im Walde.

Wie zur Unterstreichung dieser Sichtweise wirkte da Watsons Ankündigung, dass Microsofts Partnerorganisation nicht nur umbenannt – statt Worldwide Partner Programm heißt sie künftig Microsoft Partner Network –, sondern gewissermaßen auch umlackiert werde. Statt dem seit Jahren eingeführten orange firmiert das neue Netzwerk der Microsoft-Geschäftspartner ab sofort in grün. „Grün ist schließlich die Farbe der Hoffnung“, so Wolfgang Brehm, der in Deutschland das Partnerprogramm von Microsoft verantwortet. Welche Hoffnung der Konzern damit genau verbindet, darüber verschwiegen sich die Manager freilich weitgehend aus.

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