Solarstrom: Vizechefin der Unionsfraktion Katherina Reiche fordert neue Subvention für Kombikraftwerke

Solarstrom: Vizechefin der Unionsfraktion Katherina Reiche fordert neue Subvention für Kombikraftwerke

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Verbundene Solarzellen für ein Module prüft Kerstin Holte von der Solara Sonnenstromfabrik Wismar, einer Tochter der Centrosolar Group AG, am Montag (10.03.2008) an einer der Produktionslinien. Für gut 20 Millionen Euro will das Unternehmen bis zum Sommer 2008 in einem Betriebsneubau seine Kapazitäten erweitern. Grundsteinlegung ist am kommenden Mittwoch (19.03.2008). Mit dem hoch automatisierten Fertigungswerk für Solarmodule verfünffacht sich die Produktionskapazität in der Hansestadt bis zum Jahr 2010 von derzeit 30 auf dann 150 MWp (Megawatt Peak - höchstmögliche Leistung), teilte die Centrosolar Group mit. (zu Korr.-Beitrag "Mehr Sonnenstrom-Systeme von der Küste - Baustart für Solarfabrik" vom 18.03.2008) Foto: Jens Büttner/lmv (c) ZB-FUNKREGIO OST - Honorarfrei nur fuer Bezieher

Die Vizechefin der Unionsfraktion Reiche fordert, Hilfen für Solarstrom stärker zu reduzieren.

Die Vizechefin der Unionsfraktion Katherina Reiche fordert, Hilfen für Solarstrom stärker zu reduzieren.

Wie die WirtschaftsWoche berichtet, will Umweltminister Siegmar Gabriel zwar die Milliardenhilfen für die Solarstrombranche kürzen. Dennoch spaltet das Thema zunehmend die Koalition, weil der Sozialdemokrat Gabriel führenden Unions-Politikern nicht weit genug geht, allen voran Katherina Reiche.

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Sie schlägt stattdessen eine neue Subvention für Kombikraftwerke vor, die etwa mit Biogas die Grundlast an Elektrizität und mit Windkraft den Spitzenbedarf abdecken. 

Die Kürzung der Mittel, die der Solarbranche noch üppige Gewinne bescheren, würde laut Union für niedrigere Strompreise und mehr Innovation sorgen. Denn bisher erzeugt Fotovoltaik nur ein Zwanzigstel der erneuerbaren Energie, verschlingt aber ein Fünftel der dafür aufgewendeten Fördermittel.

Branchenangaben zufolge sind für bereits installierte Solaranlagen in den nächsten 20 Jahren 23 Milliarden Euro fällig – jeder Arbeitsplatz würde mit mehr als 150.000 Euro subventioniert.

Für Reiche ist das inakzeptabel: „Förderung und erzeugte Strommenge müssen in vernünftigem Verhältnis stehen.“ Sie schlägt in einem Strategiepapier deshalb vor, die Einspeisevergütung für Strom aus neuen auf Freiflächen errichteten Solaranlagen auf 32 Cent je Kilowattstunde zu senken, statt wie bisher geplant nur auf 33 Cent. Derzeit liegt sie bei 35,5 Cent. Die sich dann automatisch reduzierende Einspeisevergütung solle zudem ab 2008 jährlich statt um 7 um 7,5 Prozent sinken, ab 2011 statt um 8 Prozent um 9. Um erneuerbare Energien schneller marktreif zu machen, schlägt die Politikerin vor, die geplante Schnupperzeit, in der Anbieter den freien Strommarkt ausprobieren können, von mindestens sechs auf drei Monate zu verkürzen. „Dies soll es Unternehmen erleichtern, erste Erfahrungen am Markt zu sammeln“, so Reiche. 

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