Soziale Netzwerke: Facebook verdient erstmals Geld

Soziale Netzwerke: Facebook verdient erstmals Geld

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Facebook- Gründer Mark Zuckerberg

Die Einnahmen des sozialen Netzwerks Facebook lagen im vergangenn Quartal erstmals über den Ausgaben. Damit nehmen auch Spekulationen über einen Börsengang zu.

Das soziale Netzwerk Facebook hat zum ersten Mal Geld verdient. Gründer Mark Zuckerberg erklärte im Firmenblog, das Unternehmen hätte im abgelaufenen Quartal erstmals einen positiven Kapitalfluss erzielt. Bislang hatte Facebook angekündigt, im kommenden Jahr höhere Einnahmen als Ausgaben erzielen zu wollen.

Facebook-Sprecher Larry Yu erläuterte, der positive cash flow beinhalte keine Zahlungen von Investoren. Hintergrund ist ein Investment der russische Digital Sky Technologies, das Unternehmen hatte in diesem Jahr Anteile an Facebook gekauft und das Unternehmen mit frischem Geld versorgt.

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Facebook will 500 Millionen Dollar einnehmen

Allerdings scheint das Unternehmen nun aus eigener Kraft kostendeckend zu arbeiten. Facebook verdient vor allem an Werbeanzeigen. Facebook-Aufsichtsrat Marc Andreesen hatte früher in diesem Jahr für 2009 einen Umsatz von 500 Millionen Dollar angekündigt.

Soziale Netzwerke gehören zu den beliebtesten Seiten im Internet, so erklärte Zuckerberg, dass Facebook inzwischen 300 Millionen Mitglieder habe. Vor einem Jahr war es noch ein Drittel.   

Allerdings wird seit langem darüber gestritten ob und wie sich die Nutzerzahlen monetarisieren lassen. Auch der deutsche Marktführer, die VZ-Gruppe, hat bislang mit Verlusten zu kämpfen. Das Unternehmen könnte inzwischen ebenfalls schwarze Zahlen schreiben, erklärte VZ-Chef Berger de-Léon kürzlich in einem Interview mit dem Branchendienst Meedia. Das Unternehmen investiere allerdings stattdessen in das Wachstum seiner Plattformen StudiVZ, SchülerVZ und MeinVZ.

Streit mit StudiVZ-Gruppe beigelegt

Facebook wächst auch in Deutschland sehr schnell. Im Juli besuchten 6,2 Millionen Deutsche die Facebook-Seite, ein Zuwachs von 50 Prozent gegenüber dem März. Die drei VZ-Netzwerke kamen laut den Marktforschern von Nielsen auf 8,7 Millionen Besucher.

Einen Plagiatsstreit legten die beiden Netzwerke Anfang des Monats bei, nachdem sich die VZ-Gruppe zu einer Zahlung bereit erklärte.

Die guten Zahlen von Facebook lassen auch Spekulationen um einen Börsengang wieder aufleben. So erklärte Analyst Sandeep Aggarwal von der Finanzberatung Collins Stewart, er rechne mit einem Börsengang im nächsten oder übernächsten Jahr. Mark Zuckerberg erklärte bislang, dieser Schritt dauere noch ein paar Jahre.

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