Sparda-Banken: Bestnoten für den Biedermann

Sparda-Banken: Bestnoten für den Biedermann

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Homepage des Sparda-Bank-Verbunds

von Mark Fehr

Das Geschäftsmodell der Sparda-Banken gilt als bieder, die Produkte sind konservativ. Trotzdem erhalten diese Banken von den Kunden Bestnoten. Dem Geheimnis des Erfolgs auf der Spur.

Die blanken Holzdielen sind Programm. Das spartanische Ambiente des Schalterraums in der Zentrale der Sparda-Bank Hessen am ehemaligen Frankfurter Hauptgüterbahnhof soll Solidität und Genügsamkeit ausstrahlen. Teppich? Fehlanzeige. Hier fühlen sich bodenständige Kunden wohl wie das Ehepaar oder der Heimwerker, die in den asketischen TV-Werbespots das Sparda-Konzept aus dem eigenen Vorgarten heraus anpreisen.

Die biedere Strategie ist einfach, aber erfolgreich. Anders als viele Konkurrenten haben sich die zwölf eigenständigen Sparda-Banken, die zum Verband der Volks- und Raiffeisenbanken gehören, schon vor der Finanzkrise auf die Zielgruppe der Bodenständigen konzentriert. Jetzt profitieren sie vom Vertrauensverlust, unter dem der Großteil des Bankensektors immer noch leidet.

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Vorsichtige Sparer mögen die schlicht gestrickten Sparda-Produkte. Die Zahl der Kunden stieg von 2006 bis 2010 um mehr als 16 Prozent auf 3,23 Millionen. Für 2011 wird nochmals ein Netto-Plus von rund 100.000 Kunden erwartet. Mit einem Gewinnsprung von rund 30 Prozent auf über 145 Millionen Euro erzielten die Sparda-Banken 2010 das beste Ergebnis ihrer mehr als 100-jährigen Geschichte.

Eisenbahner legten den Grundstein

Im Zentrum der überschaubaren Leistungspalette stehen die kostenlosen Girokonten. Das hauptsächlich über Kundeneinlagen beschaffte Geld stecken die Sparda-Banken vorwiegend in private Baufinanzierungen oder Konsumentenkredite. Außerdem sind Kreditkarten und Fondsanlagen im Angebot. Kunden, die ein Konto eröffnen, müssen Mitglied ihrer Bank werden, indem sie einen Genossenschaftsanteil im Wert von mindestens 52 Euro zeichnen. Auf die Einlage gibt es eine jährliche Dividende von in der Regel sechs Prozent, und bei Kündigung fließt das in den Genossenschaftsanteil investierte Kapital zurück.

Das einprägsame Namenskürzel der Bankengruppe geht zurück auf die 1896 gegründete Spar- und Darlehenskasse für Angestellte des damals boomenden Eisenbahnsektors. Doch längst befinden sich nicht mehr nur Eisenbahner unter den Mitgliedern. Mittlerweile, so verraten Sparda-Mitarbeiter, zählen sogar Dax-Vorstände zum Kundenstamm. Offenbar nehmen einzelne Großverdiener gern das kostenlose Konto in Anspruch – legen aber die Verwaltung ihrer umfangreichen Vermögen in die Hände von Instituten wie der Deutschen Bank, die eine breite Palette von Anlageprodukten mit oft höheren Gewinnchancen bieten. Derartige Strategien bergen jedoch auch höhere Risiken.

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