Sparprogramm: Air Berlin streicht zusammen

Sparprogramm: Air Berlin streicht zusammen

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Airberlin, Flugzeug

Air Berlin macht ernst: Mit dem neuen Programm "Shape & Size" will der neue Chef Hartmut Mehdorn 200 Millionen Euro sparen und dafür die Fluggesellschaft um zehn Prozent verkleinern.

Weniger Flugzeuge, weniger Routen, mehr Selbstbedienung - so lässt sich das neue Konzept zur Sanierung der kriselnden Air Berlin auf den Punkt bringen. Das Programm, das der langjährige Vorstandschef Joachim Hunold bereits im August ankündigte, soll bis Sommer 2012 umgesetzt werden. Nun sprach der neue Chef Hartmut Mehdorn über weitere Streichungen.

Die Streichungen sollen Air Berlin profitabel machen. "Um die Zukunft des Unternehmens langfristig sicherzustellen und Air Berlin zu alter Stärke zurückzuführen, werden wir in den kommenden Monaten ausnahmslos alle Bereiche des Unternehmens auf den Prüfstand stellen", so Ex-Bahn-Chef Mehdorn.

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Für einige Bereiche sind die Veränderungen jetzt schon ganz konkret: Bis Sommer 2012 soll die Flotte von derzeit 170 auf 152 Flugzeuge ausgedünnt werden. Dazu werden auch viele Routen gestrichen. In der Wintersaison werden 185 Flüge in der Woche wegfallen, für die Sommerzeit verzichtet die Airline zukünftig auf 167 Frequenzen. Dafür kommen deutlich weniger Alternativen oder neue Routen hinzu. Damit fallen insgesamt im Winter fast 200, im Sommer 100 Flugzeiten wöchentlich weg.

Diese "Optimierung der Netz- und Flottenstruktur" soll der Fluggesellschaft rund 200 Millionen Euro sparen. Viel Geld, wenn man bedenkt, dass die Air Berlin seit drei Jahren rote Zahlen schreibt und auch für 2011 einen weiteren Verlust ansteuert. Die Ertrags- und Buchungsentwicklung für 2011 sei "nicht ermutigend" so die Airline in ihrem aktuellen Bericht. Betrachtet man nur das zweite Quartal dieses Jahres so verbucht Air Berlin allein dort einen Nettoverlust von 44 Millionen Euro.

Mehr Selbstbedienung und mehr Kooperation

Durch einige Veränderungen soll nun bald auch mehr Geld fließen: Der Beitritt zur Allianz "Oneworld", der unter anderem Fluggesellschaften wie American Airlines, British Airways, Quantas und Iberia angehören, im Frühjahr 2012 soll zudem mehr Plätze in Air Berlins Fliegern füllen. Zudem sollen höhere Preise für Zuschläge, wie Ergänzungen zu den üblichen Tickets, die Einnahmen aus den Tickets erhöhen.

Einsparungen sieht die Airline auch in Sachen Selbstbedienung: Durch eine verstärkte Nutzung des E-Check-in an Automaten oder das Online-Check-in soll die Selbstbedienung der Kunden auf mehr als 60 Prozent erhöht werden.

Bereits im August hatte Hunold Sparmaßnahmen angekündigt. Damals ging es um die Streichungen vor allem regionaler Flughäfen und schlecht gebuchter Routen. So wurde etwa die Streichung vieler Winter-Direktverbindungen nach Palma de Mallorca angekündigt. Außerdem wird Erfurt, so hieß es schon im Sommer, als Standort ganz aufgegeben. Der Ex-Chef argumentierte damals mit dem gestiegenen Wettbewerbsdruck, der Luftverkehrsteuer und dem gestiegenen Kerosinpreis.

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