Spionage-Skandal: Telekom will keine Konsequenzen aus Spitzelaffäre ziehen

Spionage-Skandal: Telekom will keine Konsequenzen aus Spitzelaffäre ziehen

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Die Deutsche Telekom sieht nach einem Zeitungsbericht keine Notwendigkeit für Konsequenzen aus der Bespitzelungsaffäre. In einem 30 Seiten umfassenden Bericht, den die Bundesregierung bei Konzernchef René Obermann angefordert hatte, weise die Konzernführung Mängel am eigenen Datenschutzsystem zurück.

Dies berichtet das „Handelsblatt“ unter Berufung auf Branchenkreise. Demnach biete das Telekom-System einen absolut wirkungsvollen Datenschutz und erfülle alle gesetzlichen Vorgaben. Die Telekom hatte eingeräumt, Telefondaten ausspioniert zu haben, um die Veröffentlichung vertraulicher Informationen aus dem Konzern zu verhindern.

Zu den Ausgespähten gehörten auch Journalisten der WirtschaftsWoche. Die WirtschaftsWoche hatte den Abhörskandal Mitte Mai dieses Jahres aufgedeckt - und über die Konsequenzen für Telekom-Konzernchef René Obermann berichtet. Laut dem Bericht hält die Telekom ihr internes Datenschutz-System für wirkungsvoll. Dennoch konnte die Bundesnetzagentur die Abhöraktionen der Telekom jahrelang nicht kontrollieren. Bislang verweigert die Telekom den bespitzelten Journalisten Auskunft darüber, in welchem Umfang sie ausgespäht wurden.

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Bitkom: Datenschutz bei Telekom auf neuestem Stand

Unterstützung erhält Telekom-Chef René Obermann vom Branchenverband Bitkom. „Das Sicherheitskonzept der Telekom zum Datenschutz ist aus unserer Sicht organisatorisch und technisch auf dem neuesten Stand“, sagte Bitkom- Hauptgeschäftsführer Bernhard Rohleder dem „Handelsblatt“. Das Datenschutzniveau in Deutschland gehöre zu den höchsten der Welt. Die entsprechenden Gesetze seien umfassend und lückenlos. „Man kann aber auch mit den besten Mitteln nicht ausschließen, dass Einzelne gegen das Gesetz handeln“, sagte Rohleder.

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