Sportartikel: Adidas-Chef: 2008 in China wieder 50-prozentiges Wachstum

Sportartikel: Adidas-Chef: 2008 in China wieder 50-prozentiges Wachstum

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Adidas-Schaufensterauslage in Peking

Olympiasponsor Adidas ist laut Konzernchef Herbert Hainer mittlweile die am schnellsten wachsende Sportartikelmarke im Milliardenmarkt China.

„Wir konnten in den vergangenen Jahren alle zwölf Monate um über 50 Prozent in China zulegen. Auch dieses Jahr werden wir wieder um 50 Prozent wachsen“, sagte Hainer im Gespräch mit der WirtschaftsWoche. Am Ende dieses Jahres, so Hainer, „wird die Marke Adidas dann auch die Marke Nike in China überholt haben“. Hainer weiter: „Wir sind also auf dem besten Wege, unser Ziel, 2010 als Konzern mehr als eine Milliarde Euro Umsatz in China zu machen, zu erreichen.“

In Dollar gerechnet, macht der Adidas-Konzern laut Hainer bereits in diesem Jahr mehr als eine Milliarde Umsatz in China. Dass solche Wachstumsraten auf Dauer nicht zu halten sind, ist laut Hainer klar, „weil die Basis immer größer wird“. Dennoch ist der Adidas-Chef überzeugt, „dass wir definitiv die nächsten fünf bis zehn Jahre in China zweistellig wachsen werden“.

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Die Adidas-Produktion in China soll allerdings zurückgehen. Hainer: „Die Löhne, die ja von der Regierung festgeschrieben werden, sind allmählich zu hoch.“ Derzeit wird die Hälfte der Adidas-Schuhe in China gefertigt. Dazu Hainer: „Das wird prozentual zurückgehen. Wir haben bereits mit einem Lieferanten die ersten Fabriken in Indien aufgemacht. Länder wie Laos, Kambodscha und Vietnam sind hinzugekommen. Auch in europäische Schwellenländer, in die GUS-Staaten und Osteuropa wird Produktion zurückkommen.“ Nach Deutschland allerdings nicht. So würde laut Hainer ein hierzulande produzierter Laufschuh im Laden 500 Euro kosten.

Trotz weltweiter Finanzkrise und Konjunkturkrise hält der Adidas-Chef an seiner Umsatzprognose für 2008 fest. Zwar sei zu spüren, so Hainer, „dass sich unsere Märkte in den USA England und Spanien abschwächen. In Deutschland trübt sich die Stimmung ein“, doch andere Länder wie China, Indien und Russland, „laufen dagegen sehr gut für uns“. Hainer bekräftigt: „Wir werden 2008 beim Umsatz im hohen einstelligen Prozentbereich wachsen und unseren Gewinn um mindestens 15 Prozent erhöhen. Das werden wir definitiv erfüllen.“

Auch das Ziel Nike zu überholen, hat Hainer weiterhin vor Augen: „Wenn wir alles richtig machen, wird uns das irgendwann gelingen. Wir liegen beim weltweiten Konzernumsatz aktuell noch ungefähr anderthalb bis zwei Milliarden Dollar hinter Nike. Vor drei Jahren waren wir noch sieben Milliarden Dollar weg. Wir kommen also näher.“ Auch für die zugekaufte Marke Reebok verspricht Hainer bessere Zahlen: „Ich sage ein mittleres bis hohes einstelliges Umsatzwachstum voraus.“ Dabei räumt Hainer ein, dass vor allem in den Kernmärkten in Europa noch Handlungsbedarf besteht.

Hainer: „Auch in Deutschland werden wir im Frühjahr/Sommer 2009 mit Reebok einen deutlich besseren Auftritt hinlegen. Wir eröffnen eigene Shops in Kaufhäusern und werden bei den Fachhändlern deutlich sichtbarer sein.“

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