Sportartikel: Adidas: Geschäfte in Deutschland laufen "überraschend gut"

Sportartikel: Adidas: Geschäfte in Deutschland laufen "überraschend gut"

Das Deutschland-Geschäft läuft für den Sportartikel-Hersteller Adidas weiter „überraschend gut“. Der Sportfachhandel habe im Januar und Februar gute Umsätze gemacht, erklärte Adidas-Chef Herbert Hainer gegenüber der WirtschaftsWoche.

„Der Handel war in der Lage, etwa Altbestände im Skibereich zu verkaufen. Deshalb waren die Händler im Januar und Februar absolut happy.“ Jetzt hätten diese genügend Geld in der Kasse, „um die Ware für Juli, August und September einzukaufen.“

Hainer ist zuversichtlich, dass sich trotz der Wirtschaftskrise bald auch der drei Jahre zurückliegende Kauf von Reebok bezahlt macht. Bereits gelungen sei eine Stärkung der Adidas-Gruppe auf dem US-Markt: „Wir erzielen dort heute 1,3 Milliarden Dollar mehr Umsatz dank Reebok.“

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Jetzt müsse Reebok international ausgebaut werden. Hainer: „Da steckt das Potenzial, und da können wir höhere Margen erzielen.“ Schritt für Schritt sollen nun auch die Werbeausgaben für Reebok steigen. Erst vor wenigen Wochen hatte Reebok die Agentur DDB engagiert. Gleichzeitig würden Reebok-Schuhe teurer: Für 29,90 Dollar wie bisher, „werden wir keine Schuhe mehr verkaufen“.

"China ist zweitgrößter Markt für Adidas"

Obwohl auch in China die Wirtschaftskrise ihre Spuren hinterlässt, ist Hainer weiter zuversichtlich, wie geplant dort 2010 mehr als eine Milliarde Euro Umsatz zu erzielen: „Wir waren schon 2008 kurz davor.“ China sei heute hinter den USA der zweitgrößte Markt für Adidas, gefolgt von Japan.

„Danach sind Deutschland und Russland etwa gleichauf.“ In Russland machen dem Unternehmen derzeit allerdings Währungsschwankungen zu schaffen. Obwohl dort die Verkaufszahlen im Vergleich zum Vorjahr sogar gleich geblieben seien, so Hainer, „bekommen wir bei Umsatz und Ertrag deutlich weniger rein“. Den aktuellen Umsatz in Russland bezifferte Hainer „zwischen einer halben und einer Milliarde Euro“.

Den Plan bis Ende 2009 in Russland mit 700 Läden vertreten zu sein hat Adidas laut Hainer inzwischen aber aufgegeben: „Wir wären doch Hasadeure, wenn wir blindlings einfach weitermachen würden. Wir eröffnen zwar nach wie vor Geschäfte – allein für Adidas werden wir in diesem Jahr rund 65 weitere aufmachen, und etwa 35 für Reebok. Aber wir expandieren nicht mehr so schnell wie in den Boomjahren 2006 und 2007.“ Ursprünglich seien allein für Adidas um die 100 neue Läden geplant gewesen.

Hainer: „Wie es 2010 weitergeht, hängt davon ab, wie lange die Krise dauert. Jetzt ist es erst einmal vernünftig, auf die Bilanz zu achten und das Unternehmen stabil zu halten, statt primär Wachstum zu erzeugen.“

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