Sportkonzern: Adidas greift H&M und Zara mit Modemarke an

Sportkonzern: Adidas greift H&M und Zara mit Modemarke an

von Peter Steinkirchner

Der deutsche Sportkonzern Adidas greift mit einer neuen Fashion-Marke die weltweit führenden Modekonzerne Hennes&Mauritz und Zara im Modegeschäft an.

„Mit Adidas Neo erschließen wir uns nun ein neues Segment: Kinder und Jugendliche zwischen 12 und 19 Jahren“, sagte Adidas-Vorstand Erich Stamminger, beim Sportkonzern verantwortlich für die Marken Adidas und Reebok, im Interview mit der WirtschaftsWoche.

Bis 2015 soll Neo bereits „mehr als eine Milliarde Euro“ zum Adidas-Umsatz beitragen, sagte Stamminger. „Neo ist einer der wesentlichen Schwerpunkte unserer Wachstumsstrategie. Mit Neo zielen wir ganz klar auf den Modemarkt, der nach unseren Berechnungen bis zum Jahr 2015 weltweit ein Volumen von 125 Milliarden Euro erreichen wird – damit wäre er mehr als doppelt so groß wie der Markt für Markensportartikel. Von diesem Kuchen wollen wir uns ein schönes Stück abschneiden“, sagte Stamminger der WirtschaftsWoche.

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In Wachstumsmärkten wie China, Russland, Indien und auf den Philippinen eröffnete Adidas bereits eigene Läden.

Der Start in Westeuropa stehe ebenfalls kurz bevor, sagte Stamminger. „Insgesamt werden wir 2011 mit unseren Partnern in etwa 30 Städten in Deutschland präsent sein. Gleichzeitig denken wir in verschiedenen Märkten über eigene Neo-Shops nach. Außerdem führen unsere Flagship-Stores etwa in New York und Paris Neo.“

Preislich werden die Neo-Produkte – von Taschen über Schuhe bis Shirts, Jeans und Pullis – im Schnitt „gut zehn Prozent über den Preisen etwa von H&M liegen und damit etwa auf dem Niveau von Zara. Das Gros der Sachen wird zwischen 40 und 100 Euro kosten“, sagte Stamminger.

In Wachstumsmärkten wie China, Russland, Indien und auf den Philippinen eröffnete Adidas bereits eigene Läden

Der Sportkonzern will bis 2015 von derzeit elf auf 17 Milliarden Euro Umsatz wachsen.

Dazu beitragen soll auch die Modesparte von Adidas, die bislang mit vier Marken Y3, Silver, Originals und Porsche Design auf einen Umsatz von zwei Milliarden Euro kommt und 2015 einen Umsatz von 3,7 Milliarden Euro anpeilt.

Der Adidas-Vorstand kündigte zudem an, dass sich die Tochtermarke Reebok aus dem Geschäft mit Fußballartikeln zurückziehen werde: „Schon jetzt gibt es keine neue Fußball-Kollektion mehr, die bestehenden Sponsoring- und Ausrüster-Verträge etwa mit dem 1. FC Köln werden aber bis zum Ende ihrer Laufzeit erfüllt.“

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