Sportwagenbauer in Not: Verwirrung um Porsches Staatshilfe-Antrag

Sportwagenbauer in Not: Verwirrung um Porsches Staatshilfe-Antrag

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Porsche Caymans bei einem Händler: Einem Bericht zufolge kann der Sportwagenbauer seine Hoffnungen auf Staatshilfe begraben - Porsche dementiert.

Porsche bleibt der Weg zu Staatshilfen offenbar verwehrt: Laut einem Bericht kann sich der verschuldete Sportwagenbauer keine Hoffnung auf einen Milliardenkredit der KfW-Bank machen. Doch Porsche dementiert die Ablehnung des Antrags.

Porsche kann seine Hoffnungen auf den beantragten 1,75-Milliarden-Kredit der staatlichen KfW-Bank offenbar begraben. Nach einem Bericht der „Stuttgarter Nachrichten“ wurde eine für den Freitag geplante Sitzung des Lenkungsrates abgesagt. Das bestätigte ein Sprecher von Bundeswirtschaftsminister Karl-Theodor zu Guttenberg (CSU) gegenüber dem Blatt: Es gebe nach dem abschlägigen Votum der KfW „keine Grundlage mehr, auf der wir etwas entscheiden könnten. Deswegen sind Sitzungen des Lenkungsrates und des Lenkungsausschusses nicht mehr notwendig“.

Porsche behauptet das genaue Gegenteil. Nach eigener Auskunft macht sich der Sportwagenbauer weiter Hoffnungen einen Kredit. „Wir sind weiter in Verhandlungen mit der KfW“, sagte ein Sprecher. Über eine Absage des Antrags sei Porsche nichts bekannt.

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Bericht: Treffen des Lenkungsrats abgesagt

Die KfW hatte am Freitag in einem Vorentscheid gegen den von Porsche beantragten Kredit über 1,75 Milliarden Euro votiert. Bisher hatte es geheißen, die letzte Entscheidung werde vom Lenkungsausschuss der Bundesregierung getroffen, in dem Staatssekretäre des Wirtschafts-, des Finanz- und des Justizministeriums sowie der Wirtschaftsberater von Bundeskanzlerin Angela Merkel, Jens Weidmann, sitzen.

Den Stuttgarter Nachrichten zufolge wird es dazu nicht mehr kommen: Der für Freitag angesetzte Termin des „Lenkungsrates Unternehmensfinanzierung“, der eine Bewertung abgeben sollte, wurde abgesagt, ein Termin für die Sitzung des Lenkungsausschuss, der letztlich die Entscheidung treffen müsste, wurde gar nicht erst angesetzt

 Porsche hatte bereits angekündigt, den bisherigen Kreditantrag nachzubessern. Darin will Porsche auf den neuen Stand der Verhandlungen über einen Einstieg des Emirats Katar verweisen und versichern, dass das Staatsgeld nicht verwendet wird, um weitere VW-Anteile zu kaufen.

In Berlin gelte es aber als unwahrscheinlich, dass diese Argumente das KfW-Votum noch einmal verändern können, berichtete das Blatt. Schließlich, so heißt es, habe Porsche bereits mit dem Emirat über einen Einstieg verhandelt, als der Sportwagenhersteller den ersten Antrag bei der KfW eingereicht hatte; über dieses Stadium sei man auch heute nicht hinausgekommen. Auch die Festlegung, das Staatsgeld nicht für den Kauf von VW-Papieren zu verwenden, sei kaum geeignet, die KfW-Banker umzustimmen. Schließlich habe Porsche stets argumentiert, dass man lediglich einen Betriebsmittelkredit brauche, um im laufenden Geschäft den finanziellen Verpflichtungen nachzukommen.

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