Sportwagenbauer: Katar bekommt zweiten Sitz im Porsche-Aufsichtsrat - Seite 2

Sportwagenbauer: Katar bekommt zweiten Sitz im Porsche-Aufsichtsrat

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Umsatzplus angepeilt

Im Autogeschäft peilen die Stuttgarter in diesem Jahr auch beim Umsatz ein Plus an. Dem Vernehmen nach wird Winterkorn im Halbjahresbericht seine Prognose nicht konkretisieren. Nach sechs Monaten lag der Umsatz den vorläufigen Zahlen zufolge um 3,3 Prozent im Minus bei 2,9 Milliarden Euro. Im vorherigen Geschäftsjahr 2008/09 fuhr die Dachgesellschaft Porsche SE wegen der Abwertung von Optionen auf VW-Aktien sowie Abschreibungen im Zusammenhang mit der Mehrheitsübernahme bei VW einen Verlust nach Steuern von knapp 3,6 Milliarden Euro ein. Operativ wurde aus dem Autogeschäft der Porsche AG aber ein Gewinn von 700 Millionen Euro gemeldet. Damit sei eine Umsatzrendite von 10,3 Prozent erzielt worden.

Porsche hatte seine Beteiligung an Europas größtem Autobauer im Januar 2009 auf rund 51 Prozent aufgestockt, sich damit aber finanziell überhoben. Die nun eingeleitete umgekehrte Übernahme von Porsche durch VW führt zu erheblichen buchhalterischen Sondereffekten. VW hatte kurz vor Weihnachten für 3,9 Milliarden Euro knapp die Hälfte der Porsche AG übernommen. Deshalb wird nun das operative Geschäft von Porsche aus der Dachgesellschaft entkonsolidiert und die Gewinnbeiträge beider Unternehmen im Finanzergebnis (“at equity“) bilanziert. 

Schuldenabbau hat oberste Priorität

Bis zum Zusammenschluss mit VW muss Porsche vor allem den Milliarden-Schuldenberg, den das Unternehmen bei der missglückten VW-Übernahme angehäuft hatte, in den Griff bekommen. Zum Stichtag 31. Juli 2009 betrug die Nettoverschuldung 11,4 Milliarden Euro. Eine für 2011 ins Auge gefasste Kapitalerhöhung über insgesamt fünf Milliarden Euro, je zur Hälfte über Stamm- und Vorzugsaktien, soll Abhilfe schaffen. Den Plänen sollen die Aktionäre noch in diesem Jahr auf einer gesonderten Hauptversammlung zustimmen. Wegen der aktuell verhaltenen Nachfrage nach den Porsche-Sportwagen könnte es zu weiterer Kurzarbeit kommen. Eine Entscheidung soll noch vor Monatsende fallen. Die 2.300 Beschäftigten in dem Werk, in dem der hochpreisige 911er und der Boxster gebaut werden, arbeiten bereits seit September weniger.

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