Sportwagenbauer: Nachfolger von Porsche-Chef Wiedeking steht fest

Sportwagenbauer: Nachfolger von Porsche-Chef Wiedeking steht fest

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Künftiger Porsche-Chef Michael Macht

Vor zwei Tagen hatte es die WirtschaftsWoche exklusiv gemeldet, nun ist die Meldung von anderen Medien bestätigt: Porsche-Chef Wendelin Wiedeking wirft das Handtuch - sein Nachfolger wird Porsche-Produktionsvorstand Michael Macht.

Der Porsche-Produktionsvorstand und ehemalige Chef der Porsche-Beratungstochter Porsche Consulting, Michael Macht, soll Wendelin Wiedeking ablösen und kommissarisch neuer Porsche-Chef werden. Darauf haben sich die Eigentümerfamilien nach Informationen der WirtschaftsWoche verständigt.

Mit dem Vorschlag hätte sich der VW-Aufsichtsratsvorsitzende Ferdinand Piech durchgesetzt. (mehr Details dazu hier).

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Die Porsche-Pressestelle dementierte den Bericht umgehend. „Davon ist uns nichts bekannt“, sagte ein Porsche-Sprecher heute. Vor zwei Tagen hatte die WirtschaftsWoche bereits gemeldet, dass Wiedeking das Unternehmen verlässt. Porsche hatte die Meldung damals "hart dementiert" und als "Mobbing" bezeichnet. "Hier wird ein Medienkrieg geführt", hatte ein Porsche-Pressesprecher gesagt.

Der 48 Jahre alte Macht gilt in der Branche als hochqualifizierter Fertigungsexperte, der in der Porsche-Produktion jährlich große Effizienzsteigerungen erreichte. Außer ihm sei im Porsche-Vorstand niemand für die Wiedeking-Nachfolge in Betracht gekommen.

Wie die „Süddeutsche Zeitung“ am Freitag berichtete, könnte Wiedeking eine Abfindung von mehr als 100 Millionen Euro erhalten, falls er das Unternehmen verlässt. Dies wäre die höchste Abschiedszahlung, die es in Deutschland jemals gegeben hat. Der 56- Jährige selbst hatte am Donnerstagabend gesagt, er wolle im Amt bleiben und seinen Vertrag erfüllen, der bis 2012 läuft. Eine Entscheidung über die Zukunft des hoch verschuldeten VW-Großaktionärs Porsche wird am nächsten Donnerstag erwartet. Volkswagen will knapp die Hälfte der Porsche AG übernehmen und den Sportwagenbauer als zehnte Marke in den Konzern integrieren.

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