RoteLaterne
Dass die T-Aktie ein Flop ist und in der Kursentwicklung hinter direkten Konkurrenten liegt, haben Anteilseigner der Telekom in den vergangenen Jahren leidvoll verspürt. Dass die Geschäftslage aber noch bedrohlicher ist, offenbart eine Studie des Wissenschaftlichen Instituts für Infrastruktur und Kommunikationsdienste (WIK).
Die vom Bundeswirtschaftsministerium getragene Einrichtung hat die sechs größten europäischen Exmonopolisten und deren wichtigsten Kennziffern in den Bilanzen seit 2004 miteinander verglichen. Das Ergebnis: Die Telekom zeigt die schlechteste Bilanz-Performance in Europa, kommt im Sechs-Jahres-Ranking nur auf den letzten Platz. In seiner Langfristanalyse, bei der das WIK Produktivität, Rentabilität, Liquidität und Umsatzwachstum bewertet, schnitten die niederländische KPN und die spanische Telefónica am besten ab.
Niedrige Umsatzrendite, niedrige Produktivität
Dagegen fällt die Telekom zurück. „Die Umsatzrendite bewegt sich auf einem wesentlich schlechteren Niveau als bei anderen Exmonopolisten in Europa“, sagt WIK-Berater Christian Wernick. Auch die Produktivität sei sehr niedrig – die Maßnahmen zur Effizienzsteigerung und Rationalisierung waren „weniger erfolgreich als bei anderen Exmonopolisten“. 2009 sammelte die Telekom nur beim Wachstum Punkte. Durch den Einstieg bei der griechischen OTE schaffte sie einen höheren Zuwachs.









