Starbucks: Der Kaffeedurst steigt wieder

Starbucks: Der Kaffeedurst steigt wieder

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Eine Frau trinkt einen Eiskaffee von Starbucks

Nachdem Starbucks in die Krise gerutscht war, zeigt die Tendenz wieder nach oben. In Deutschland nimmt die Konkurrenz für die Kaffeekette jedoch zu und der Markt ist schon jetzt weitgehend gesättigt.

Der weiße Pappbecher mit dem grünen Meerjungfrau-Logo ist aus der einen Hand des amerikanischen Geschäftsmannes auf dem Weg zur Arbeit so wenig wegzudenken wie die Aktentasche aus der anderen. Der morgendliche Genuss des Kaffeegetränks von Starbucks gehört bei vielen zum festen Ritual und hat sich inzwischen auf der ganzen Welt verbreitet. Neben dem klassischen Cappuccino locken immer mehr Kaffeekreationen wie der White Caffè Mocha und Caramel Frappuccino Kaffeeliebhaber in eine der 17.000 Kaffeebars weltweit.

Die Kaffee-Mix-Getränke kommen an. Nachdem Starbucks 2008 in den USA noch zahlreiche Filialen geschlossen und mehrere tausend Mitarbeiter entlassen hat, zeigt die neue Geschäftspolitik Erfolg. Sara H. Senatore, Senioranalystin bei Bernstein Research, erwartet für das dritte Quartal ein Umsatzwachstum von fünf Prozent in allen Coffeeshops, die älter als ein Jahr alt sind. Neue Supermarktprodukte wie beispielsweise die Instant-Marke "Via" soll in China, Hong Kong und Taiwan zusätzlichen Umsatz bescheren.

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Erfolg mit kaltem Kaffee

Auch in Deutschland erobert die Kaffeekette neue Bereiche. Seit Frühjahr 2011 hat Starbucks die "Discoveries", gekühlte trinkfertige Kaffeegetränke, deutschlandweit in Supermärkten und Tankstellen eingeführt. Für Autofahrer plant Starbucks ein neues Konzept. Bald soll es in Deutschland den Kaffee im Drive-Thru geben. Genaue Standorte sind allerdings noch nicht bekannt. Für den deutschen Markt legt Starbucks keine Umsatzzahlen vor. Allerdings war 2010 nach eigenen Angaben das erfolgreichste Jahr seit Markteintritt in 2002. Neben neuen Cafés in Frankfurt, Köln und München, kommen jetzt auch Kaffeefans in Saarbücken, Bielefeld und Neuss in den Starbucks-Genuss. Insgesamt ist der deutsche Markt allerdings eher unbedeutend. Von den weltweit 17.000 Kaffeebars befinden sich nur knapp 150 in Deutschland, 600 dagegen in Großbritannien.

Geschlagen geben muss sich Starbucks in Deutschland von McCafé. Hier trinkt inzwischen jeder dritte Coffeeshop-Besucher seinen Kaffee. Mit seinen 740 Filialen ist die Hamburger-Kette fast fünf Mal so weit verbreitet und will weiter wachsen: 20 zusätzliche Cafés eröffnete McDonald’s allein in diesem Jahr in Deutschland, 20 sollen im nächsten Jahr dazu kommen. Auch Burger King baut daher sein Kaffeeangebot massiv aus. Zudem haben sich Mitte Juli die beiden deutschen Kaffeeketten Balzac und die World Coffee Company zur Balzac Coffee Company zusammen geschlossen. Mit fast 90 Filialen will die neue Kette Starbucks in Deutschland Paroli bieten.

McDonalds bleibt Supermärkten fern

Nach Einschätzung von Holger Preibisch, dem Hauptgeschäftsführer des Deutschen Kaffeeverbandes, ist der Markt für Coffeeshops in den Innenstädten und Einkaufszentren allerdings weitgehend gesättigt.

"Potential bieten dagegen noch kleinere und mittlere Städte. Hier ist für Kaffeegastronomie und coffee-to-go noch deutlich Wachstum möglich", sagt Preibisch. Das spricht für ein weiteres Wachstum der Kaffee-Angebote von McDonald’s und Burger King, die dort stärker vertreten sind.  McCafé im Supermarkt wird es dagegen nicht geben. Das überlässt McDonald’s erst einmal Starbucks.

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