Stellenabbau: Deutschlands größte Jobkiller - Seite 5

Stellenabbau: Deutschlands größte Jobkiller

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E.On: Regionaltöchter zittern um 1800 Stellen

Die E.On-Zentrale in Quelle: AP
Die E.On-Zentrale in Düsseldorf Quelle: AP

Der Energiekonzern E.On nimmt dank hoher Strompreise  zwar Milliarden ein. Doch der Wettbewerb am Gas- und Strommarkt macht E.On zu schaffen. Und zwar so stark, dass bei E.Ons Regionaltöchtern bis 2012 im Vertrieb 1800 Stellen wegfallen sollen.

So lautet zumindest die offizielle Begründung der Unternehmensspitze, als der Konzern Ende August die Stellenstreichungen bekanntgab. Wie auch die Telekom setzt E.On auf die Konzentration von Standorten: Künftig sollen Serviceleistungen nur mehr an 20 statt bisher 60 Standorten erbracht werden.

Betriebsbedingte Kündigungen laut Tarifvertrag ausgeschlossen

Durch diese Schlankheitskur will der Konzern seinen Vertrieb schlagkräftiger machen, hieß es vor einer Woche. Der Abbau von Mitarbeitern soll – natürlich – „sozial verträglich“ erfolgen.

Im Falle von E.On sind die Vorzeichen dafür allerdings deutlich besser: Wie ein Sprecher der Gewerkschaft IGBCE vor kurzem sagte, sind betriebsbedingte Kündigungen im aktuellen Tarifvertrag ausgeschlossen. Und dieser gilt bis 2012.

E.On will laut Angaben eines Sprechers deshalb freie Stellen nicht wieder besetzen und Altersteilzeitregelungen anbieten. Ein Satz stimmt allerdings nachdenklich: Von vielen Mitarbeitern fordere E.On allerdings Flexibilität, hieß es von Seiten des Konzerns.

8 KommentareAlle Kommentare lesen
  • 09.07.2009, 18:14 UhrAnonymer Benutzer: Wahrheit

    Die Wirtschaft geht seinem Ende entgegen und die Währungsreform wird kommen es ist nur eine Frage der Zeit. Denn 2 billionen Schulden kann keiner mehr bezahlen und unsere Regierung ist der größte Killer der Währungensgeschichte. Jeder kauft nur das was kaput ist und keine großen Anschafungen werden mehr getätigt. Nicht der Manager ist schuld sondern jeder bürger der den Profit der lezten 20 Jahre eingesteckt hatte. Der bergsteiger der sich abseilt und bereits bis zur Hälfte der Strecke gekommen ist, kommt nicht mehr zurück egal wie er es anstellt. Mit Hartz4 ist die Wunderwaffe der Regierung gegründet worden, damit Frauen mit Kindern in die Suppenküche gehen müßen um zu überleben. Der Jobkiller ist die gerigfügige- und Zeitarbeitbeschäftigung.

  • 04.09.2008, 16:39 UhrAnonymer Benutzer: sinnig

    Schadenfreude ist mehr als fehl am Platz. Die Verantwortlichen werden sicher von keiner Entlassung bedroht. im Gegenteil, für die Eisschicht ganz oben gibt es kaum etwas Lukrativeres als Übernahmen.
    @auswanderer
    Völlig falsch. Das sind Rezepte aus der Mottenkiste. Deutschland sollte schon einmal für den Weltmarkt getrimmt werden und das Ergebnis lässt mich, der ich einmal an die neoliberalen Reformen im Sinne Hayeks geglaubt habe, mehr als zurückschrecken.
    Weitere Reformen, die in diese Richtung gehen, werden Deutschland in den sozialen Ruin treiben.
    Wo bitte sollen öffentliche Verwaltungen zurückgeschraubt werden?
    Haben Sie sich schon einmal mit den Zahlen und Fakten beschäftigt oder nur mit Phraseologie?
    ich komme gerade aus Neuseeland, wo man die Schraube in die andere Richtung dreht, weg von Privatisierung und Liberalisierung, und die Daten können nur überzeugen.
    ich wurde auch vom vehementen Mindestlohngegner zum befürworter. Sehen Sie sich doch andere Staaten an. Warum bleibt der blick wirtschaftlich immer auf Deutschland fokussiert?
    Nicht alles ist schlecht in Deutschland, aber die Richtung, in die wir von unfähigen Politikern und sogenannten Wiwis geführt werden, ist falsch.

  • 04.09.2008, 13:03 UhrAnonymer Benutzer: Auswanderer

    Ja, ja - Schadenfreude, Neid und Jobängste - eine gefährliche Mischung ist das!
    Die Politiker versuchen daraus Stimmung und Wahl-Stimmen zu machen und die Medien schlagen in die gleiche Kerbe.
    Wo ist die Vernunft und das Augenmaß geblieben! Das Problem liegt nicht in der Welt mit der Globalisierung sondern, die deutschen Politiker haben die Hausaufgaben in den letzten 10 Jahren nicht gemacht und Deutschland in Fragen des Verwaltungsabbaus, beamtenreform, Steuerpolitik, Arbeitsrecht, bildung usw. für den Weltmarkt nicht fit gemacht.
    Jetzt stehen wir vor dem Scherbenhaufen und jeder zeigt mit dem Finger auf den Nächsten der daran Schuld sein soll!
    Es ist der Manager, die Zumwinkels, die Hedge Fonds, das vagabundierende Kapital usw.
    Nein, nein diese Diskussion bringt uns nicht weiter. Wir brauchen eine Politikergeneration, die vernünftig denkt und alte Zöpfe abschneidet. Wenn D fit werden soll müssen zuerst die exorbitanten öffentlichen Verwaltungen radikal zurück geschnitten werden. Dann kann man im zweiten Schritt über Abgabensenkungen nachdenken und die bildung stärken.
    Ansonsten sieht das aus wie schon viele Straßen - ein Flickenteppich!
    Das was da zwischen Allianz, Co.-bank und Dresdner passiert ist ein ganz normaler Vorgang, der fast täglich irgendwo auf der Welt passiert. im Gegenzug gibt es wieder Luft um neue Jobs zu schaffen, wenn die Rahmenbedingung stimmen. Leider stiimt das in D nicht deswegen gehts auch nicht bergauf. Somit schließt sich der Teufelskreis.

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