Steuern: Frentzen siegt gegen Finanzamt

Steuern: Frentzen siegt gegen Finanzamt

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Der Ex-Formel-1-Pilot Harald Frentzen profitiert von Wohnsitz in Monaco. Auf Werbe-Einnahmen muss er kaum Steuern zahlen

Der Ex-Formel-1-Pilot Heinz-Harald Frentzen profitiert von Wohnsitz in Monaco. Auf Werbe-Einnahmen muss er kaum Steuern zahlen.

Der Rennfahrer Heinz-Harald Frentzen muss nur einen Bruchteil seiner Werbe-Einnahmen in Deutschland versteuern. Das hat der Münchner Bundesfinanzhof in einem in dieser Woche  veröffentlichten Urteil klar gestellt. Frentzen zeigte sich gegenüber der WirtschaftsWoche erfreut, „das sehr langwierige Verfahren im Wesentlichen gewonnen“ zu haben. Der seit zehn Jahren schwelende Streit betraf Werbe-Einnahmen in den Jahren 1994 und 1995. Frentzen sollte dafür hierzulande Abgaben zahlen, obwohl er seit 1994 in Monaco lebt.

Das Finanzamt berief sich auf eine Vorschrift im deutschen Außensteuergesetz, der zufolge Bürger nach dem Wegzug in ein Steuerparadies unter Umständen noch zehn Jahre steuerpflichtig sind. Der Bundesfinanzhof entschied aber, dass Frentzen hierzulande zwar Einnahmen aus der „Überlassung“ von Namens- oder Bildrechten versteuern muss - aber keine Honorare für „aktive Werbung“ - also etwa für TV-Spots, PR-Termine oder das Tragen einer Kappe mit Sponsoren-Logo. Da sein Mandant überwiegend solche Honorare kassiert habe, sei er „sehr zufrieden“, sagte Frentzens Steuerberater Kurt Gratz von der Kanzlei CMS Hasche Sigle der WirtschaftsWoche. Das Grundsatzurteil sei eine „herbe Schlappe“ für den Fiskus.

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