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Studie: Autobranche steht katastrophales Jahr bevor

von DAPD

Autobauer und Autohändler sollten den Weihnachtsfrieden genießen - denn im nächsten Jahr steht ihnen ein katastrophales Jahr bevor. Bis zu 4000 Händler müssen nächstes Jahr aufgeben, warnt Autoexperte Dudenhöffer in einer Studie.

Ein Angestellter in einem Quelle: dpa
Ein Angestellter in einem BMW-Werk: 2010 wird einer Studie zufolge zum Horrorjahr für die Autobranche Quelle: dpa

Der Autoexperte Ferdinand Dudenhöffer erwartet für Händler und die meisten Hersteller ein katastrophales Jahr. „Das Jahr 2010 wird grausam“, erklärte der Professor heute. Nach seiner Analyse müssen im neuen Jahr bis zu 4.000 Händler aufgeben. Er erwartet bei den Verkaufszahlen einen Rückgang bis zu 50 Prozent. Bei den deutschen Herstellern dürften nur BMW und Porsche etwas zulegen, erwartet Dudenhöffer.

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Grund für den scharfen Rückgang sind die guten Geschäfte im Jahr 2009, wo mit Hilfe der Abwrackprämie Hunderttausende Fahrzeuge zusätzlich verkauft werden konnten. Besonders Hersteller von kleinen, günstigen Autos konnten davon profitieren. Entsprechend groß dürften der Prognose zufolge die Einbrüche ausfallen. „Die größten Verlierer in Prozent sind im Jahr 2010 die Importeure“, erklärte Dudenhöffer. Am härtesten ist demnach Fiat in Deutschland betroffen. Hier könnte das Minus bei 51 Prozent liegen. Zweitgrößter Verlierer ist Hyundai, gefolgt von Suzuki.

Viel besser sieht es bei deutschen Herstellern nicht aus: VW muss der Prognose zufolge einen Rückgang von 30 Prozent verkraften und Opel um 26 Prozent. Ähnliche Zahlen werden für Ford erwartet - auch da geht Dudenhöffer von einem Rückgang von 30 Prozent aus. Echte Gewinner wird es im neuen Jahr kaum geben, wie Dudenhöffer betonte. Nur BMW, Porsche, Jaguar und Land Rover können leichte Zuwächse erwarten. Bei BMW spielt unter anderem der neue 5er eine wichtige Rolle. Bei Porsche hilft die neue Limousine Panamera.

Gebrauchtwagenpreise aus dem Gleichgewicht

Die Autohändler leiden im neuen Jahr nicht nur am starken Rückgang der Neuwagenverkaufszahlen, wie Dudenhöffer erklärte. „Durch die Abwrackprämie wurden die Gebrauchtwagenpreise aus ihrem Gleichgewicht gebracht.“ Das wirke sich auf die Restwerte der Gebrauchtwagen aus. 2010 muss neben dem Rückgang im Neuwagengeschäft auch mit hohen Verlusten bei der Rücknahme von Leasingfahrzeugen gerechnet werden. „Das trifft insbesondere die deutschen Marken.“

Die deutschen Autobauer werden der Prognose zufolge Millionenbeträge zur Verlustdeckung in die Händlerbetriebe stecken müssen, um einen Zusammenbruch zu vermeiden. „Der deutsche Automarkt wird damit für die Hersteller im Jahr 2010 zu einem Markt, der deutliche Verluste erwirtschaftet.

18 KommentareAlle Kommentare lesen
  • 30.12.2009, 21:05 UhrAnonymer Benutzer: Bajo

    die deutsche Autoindustrie wird jetzt für die Fehler in der Vergangenheit bezahlen müssen. Man hat sich lange Jahre nicht den Kundenwünschen angepasst, sonder der Kunde musste sich den Wünschen der Autoindustrie anpassen. Dies rächt sich zumal wenn die Konkurrenz immer mehr boden gewinnt weil sie es besser gemacht hat. Dies sind hausgemachte Fehler. Da muss man jetzt nicht weinen und nach dem Staat (Steuergelder) schreien.

  • 22.12.2009, 14:36 UhrAnonymer Benutzer: Chancen der Krise

    Auszug aus einer Schwacke-Auswertung:

    "besonders hart hat es die Geländewagen und die großen Vans getroffen, deren Standtage von 113 auf 133 beziehungsweise 120 auf 138 Tage stiegen. in der Oberklasse konnte der Abverkauf im Vergleich zum Vorjahr zwar um zwei Tage schneller realisiert werden, aber die Luxuswagen stehen im Schnitt immer noch fast ein halbes Jahr, ehe sie einen Käufer finden. Nach wie vor gehören die Miniklasse (98 Tage) und Kleinwagen (106 Tage) zu den Schnelldrehern und weisen im Schnitt die geringsten Standtage auf."

    Das heißt die durchschnittliche Standzeit bei den Händlern beträgt 100 Tage.

    Unsere Referenzkunden im internetvertrieb haben 30 Tage Standzeit.

    Die Probleme im Vertrieb sind also in erster Linie hausgemacht.

  • 22.12.2009, 14:16 UhrAnonymer Benutzer: 7u8

    Solange bMW solche sinnlosen Sachen sponsert (s.u.), sehe ich keine Notwendigkeit, diese Firma in irgendeiner Form zu unterstützen. Die Autos werden immer teurer, und als Kunde ist man ungefragt bei der Finanzierung dabei. Tut mir leid, ohne mich. Wenn ich die Rennen sehen will, brauche ich auch noch Pay-TV
    http://www.handelsblatt.com/technologie/forschung/segelsport-giganten-erliegen-dem-groessenwahn;2500067;2

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