Südchina-Reise Teil IX: Zeitreise in Hong Kongs Geschichte und atemberaubender Ausblick vom Victoria Peak

Südchina-Reise Teil IX: Zeitreise in Hong Kongs Geschichte und atemberaubender Ausblick vom Victoria Peak

Am dritten Tag in Hong Kong besuchte ich das „Hong Kong Museum of History“. Dieses Museum kann ich jedem empfehlen, der mehrere Tage in Hongkong verbringt und sich ein wenig für Geschichte interessiert.

An dieser Stelle möchte ich ein paar Zeilen zu Hongkongs und Macaus Geschichte schreiben.

Die Portugiesen waren die ersten Europäer, die 1557 an der A-Ma Gau-Bucht eine Handelsniederlassung gründeten. Der Handel weitete sich während des 18. Jahrhunderts aus, als die europäische Nachfrage nach chinesischer Seide wuchs. Da die Chinesen zu dem Zeitpunkt relativ wenig an europäischen Produkten interessiert waren, viel der Handel zu Ungunsten der Europäer aus. Die Briten führten immer mehr Opium in China ein, welches im 19. Jahrhundert die Basis der meisten Transaktionen in China war.

Anzeige

Chinas Versuche, den Handel auszulöschen, umfassten die Zerstörung eines großen Schiffes voller Opium. Dies gab den Briten den Vorwand, welchen sie für eine militärische Aktion gegen China brauchten.

1840 brach zwischen Großbritannien und China der Erste Opiumkrieg aus, in dem die Briten die Insel Hong Kong als Marinestützpunkt nutzten. Der Friede von Nanking sprach Hong Kong den Briten zu, 1860 erwarben sie Kowloon, schließlich pachteten sie 1898 die New Territories für den Zeitraum von 99 Jahren. Vor der Besetzung durch die Briten war Hong Kong eine kleine Fischergemeinde, danach entwickelte es sich schnell zum ostastiatischen Handelszentrum.

Auch von der vierjährigen Besetzung durch Japan im Zweiten Weltkrieg erholte sich Hongkong rasch, während und nach dem Chinesischen Bürgerkrieg (1945-49) suchten Hunderttausende hier Zuflucht. Unter der Kolonialverwaltung wurde es ein dicht und vor allem hoch bebautes internationales Handels-, Industrie- und Finanzzentrum.

1984 wurde zwischen Chinesen und Briten die Übereinkunft erreicht, dass Hongkong 1997 an China zurückgegeben werden sollte. So geschah es und da Hongkong sowohl seine Marktwirtschaft, als auch sein Rechtssystem behielt, entstand der Satz „Ein Land, zwei Systeme“.

Mit im Museumsticket inbegriffen war übrigens die Ausstellung „The development of banks in Shanghai and Hong Kong“, welche die Banken Shanghais und Hongkongs während verschiedener Epochen vergleicht. Ich habe mir in der Ausstellung ein paar Notizen gemacht, um die dort gebotenen Informationen an Sie, meine Leser weiterzugeben.

In Shanghai gab es bereits seit der späten Mingdynastie (Mingdynastie 1368-1644) einheimische Banken, die zunächst nur Währungstausch anboten, später aber auch Bareinzahlung ermöglichten.

In Hongkong gab es interessanterweise erst ab 1880 einheimische Banken. Doch aufgrund des immensen Handels im Hongkonger Hafen holten die Banken den Rückstand zu Shanghai innerhalb von 50 Jahren auf. Seit Hongkong Freihandelshafen war, wurde es zum Vorzugsort für ausländische Banken.

Durch die Geburt der Volksrepublik und infolge der Einführung der Planwirtschaft wurde Shanghais Status als Finanzzentrum erodiert. Da Hongkong britische Kolonie war, herrschte hier im Gegensatz zum restlichen China die Marktwirtschaft vor, und somit wurde Hongkong in den Sechziger Jahren des 20. Jahrhunderts zum Finanzzentrum Asiens.

Shanghai wiederum holte den Rückschritt zu Hongkong ab der Periode der Reform und Öffnungspolitik (ab 1979) schrittweise auf. 1984 wurden 14 chinesische Küstenstädte für ausländischen Handel geöffnet. Der Effekt war Technologietransfer und Verbesserung der Infrastruktur.

Abends fuhren wir mit der Peak Tram den 552 Meter hohen Victoria Peak hoch, von wo wir einen atemberaubenden Ausblick auf den Victoria Harbour genossen.

Anzeige
Unternehmer stellen sich vor
Deutsche Unternehmerbörse - www.dub.de
DAS PORTAL FÜR FIRMENVERKÄUFE
– Provisionsfrei, unabhängig, neutral –
Angebote Gesuche




.

Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%