Südchina-Reise Teil V: Ausflug zur Stadt Dali

Südchina-Reise Teil V: Ausflug zur Stadt Dali

Am fünften Tag unserer Reise haben wir relativ viel Anstrengung auf uns genommen, denn als wir von der dreistündigen Busfahrt von unserem Tagesauflug nach Shilin zurückkamen, sind wir noch am selben Abend mit dem Nachtbus nach Dali gefahren. Dali ist 420 Kilometer von Kunming entfernt.

Die Fahrt dorthin kostete 10€ pro Person und nahm acht Stunden in Anspruch, da der Bus kurz vor Chunjie noch viele Ortsansässige zu ihrer Heimat brachte und infolgedessen in mehreren kleinen Örtchen anhielt.

Als wir den Bus betraten waren wir etwas von der Enge der Schlafplätze schockiert. Unsere Plätze befanden sich im hintersten Teil des Busses, wo wir uns ein Bett mit drei anderen Chinesen teilten. Das Bett war so eng, dass wenn sich alle nebeneinander legten, es unmöglich war, nicht mit der Schulter an die des Nachbars zu stoßen. Die Fahrt war sehr holperig, denn wir fuhren über viele Landwege. Die Nachtfahrt in diesem Bus, gehört zu den anstrengendsten Fahrten, die ich je miterlebt habe.

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Wenn Sie vorhaben in China zu reisen, kann ich Ihnen wärmstens empfehlen, nach Möglichkeit den Nachtzug zu nutzen, denn die Schlafplätze sind trotz Hardsleeper um einiges komfortabler, da man mehr Platz hat und auch die Luft im Zug ist frischer.

Angekommen in Dali wollten wir zunächst ein kleines Frühstück einnehmen. Weil wir hierfür heißes Wasser brauchten, fragten wir bei einer Pension nach. Der Wirt war sehr nett und kochte für uns frisches Wasser auf und bat uns hinein, sodass wir an seinem Tisch unser Frühstück einnehmen konnten. Als wir gehen wollten, ließen wir ein bisschen Geld auf dem Tisch. Als der Wirt es entdeckte, kam er uns umgehend mit dem Geld hinterhergerannt und wollte es unter keinen Umständen annehmen.

Von der Gastfreundschaft und der Warmherzigkeit dieses Mannes beeindruckt, machten wir unseren Weg in die Altstadt von Dali. Diese pittoreske Kleinstadt ist von einer Mauer aus der Mingzeit umgeben. In den kleinen Gässchen bieten die Bai (chinesische nationale Minderheit) ihre Waren an.

Ein älterer Mann bot Touristen den Service an, von seinem Schafsbock durch die Straßen gezogen zu werden. Ich war weniger an dem Kutschierservice, als viel mehr an dem Tier interessiert und wollte ein Foto von ihm machen. In diesem Moment wurde mir spätestens klar, dass nicht alle Einwohner Dalis so freundlich wie der nette Gastwirt sind, denn der Schafsbockbesitzer bedrohte mich plötzlich mit einem Stock und machte Anstalten, mich damit schlagen zu wollen. Im Hintergrund des Bildes können Sie sehen, wie der Mann seinen Stock zur Hand nahm. Doch bevor es dazu kam, griff ein anderer Chinese ein und wies denn Mann dazu an, sofort aufzuhören und fragte ihn, was ihm denn einfalle.

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Hier schreibt die Studentin Christine Elkemann über den Alltag in Shanghai.

Etwas schockiert liefen wir weiter durch die Altstadt, wo es viele Souvenirlädchen und Teehäuser gab.

Im Anschluss suchten wir die San Ta (Drei Pagoden) auf, welche die Wahrzeichen Dalis sind. Die Pagoden liegen zu Fuß etwa 20 Minuten nördlich der Stadt. Die 16-stöckige quadratische Qianxun Ta ist mit 70 Metern die höchste und gleichzeitig älteste der drei Pagoden. Auch wenn der Eintritt zu den Pagoden relativ teuer ist (Erwachsene 12€, Studenten 6€), lohnt sich der Besuch der San Ta, denn sie sehen vor den schneebehangenen Bergen wunderschön aus.

Unser Tag in Dali endete mit der Besichtigung des Erhai Sees, wo sich unseren Augen noch einmal die Schönheit der Natur in der Daliregion bot. Schade war, dass der See komplett eingezäunt ist. Da uns bis zu unserer Rückfahrt nach Kunming nicht mehr genug Zeit für eine Bootsfahrt blieb, und die Mitarbeiter des Bootsfahrtsbetriebes leider auch nicht die Güte zeigten, mich auf den Steg zu lassen, blieb mir nichts anderes übrig als ein Foto durch den Zaun zu machen. Aber wie Sie sehen, ist es mir doch noch ein wenig geglückt, die Schönheit des Sees einzufangen.

Vor der Rückfahrt nach Kunming überwanden wir uns noch dazu, gegrillte Heuschrecken zu probieren. Es schmeckte, anders als ich erwartet hatte, sehr knusprig, vergleichbar mit der Haut eines Grillhähnchens, aber es wird nicht zu meinen Lieblingsspeisen gehören.

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