Süßwaren: Mars macht Naschen gesünder

Süßwaren: Mars macht Naschen gesünder

Naschen wird gesünder. Das jedenfalls suggeriert der Süßwarenriese Mars durch seine jüngsten Rezepturänderungen - und setzt die Branche unter Druck.

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Ein Schokoriegel "Mars" liegt angebissen auf noch verpackten Riegeln

Nach fünf Jahren, 40.000 Arbeitsstunden und mit zehn Millionen Euro sei es den Forschern gelungen die gesättigten Fettsäuren in Mars-, Snickers- und Milky-Way-Riegeln erheblich zu verringern. Damit setzt der Süßwarenriese Mars die Naschbranche vor Beginn der Internationalen Süßwarenmesse ISM am Wochenende in Köln unter Druck.

Ab Sommer sollen Verbraucher die Schokoladenriegel mit mindestens 15 Prozent weniger gesättigten Fettsäuren kaufen können. Damit würden allein in Deutschland jährlich mehr als 387 Tonnen gesättigte Fettsäuren eingespart, teilt der Konzern mit.

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Einen Experten hat der Süßwarenriese - der zuletzt eher im Zusammenhang mit Razzien des Bundeskartelamtes wegen unerlaubter Preisabsprachen in den Schlagzeilen war - auch gleich bei zur Hand. Der Ernährungsexperte Joachim Westenhöfer von der Hochschule für Angewandte Wissenschaften in Hamburg lobt die Wichtigkeit solcher Produktveränderungen: "Gesättigte Fettsäuren stellen ein Gesundheitsrisiko dar. Eigentlich sollte die empfohlene Menge von maximal zehn Prozent der gesamten Energieaufnahme pro Tag nicht überschritten werden. Im Deutschland liegt die tägliche Menge aber im Durchschnitt eher doppelt so hoch.“ Gesättigte Fettsäuren erhöhen die Blutfettwerte und führen zu Ablagerungen in den Blutgefäßen.

Arbeit am gesunden Image

Schon seit Jahren versucht sich Mars ein gesünderes Image zu verpassen und variiert mit der Nährstoffzusammensetzung seiner Produkte. Bereits 2002 reduzierte Mars den Transfettanteil in seinen Produkten auf ein technisch mögliches Minimum von 0,5 Prozent. Seit 2008 sollen Milky Way, Balisto, Mars, Snickers und Twix auch frei von künstlichen Aromen sowie Farb- und Konservierungsstoffen sein. Zudem hat sich das Unternehmen dazu verpflichtet die empfohlenen Tagesmengen und Nährwerte auf seinen Produkten anzugeben.

Hierzulande setzt Mars jährlich 515 Millionen Euro um. In der Deutschland-Zentrale in Viersen sind derzeit rund 600 Mitarbeiter tätig.

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