T-Mobile : US-Justizministerium will mehr Informationen

T-Mobile : US-Justizministerium will mehr Informationen

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Laden des Mobilfunkanbieters T-Mobile am Times Sqaure in New York

von Angela Hennersdorf

Die Hürden für den Verkauf von T-Mobile USA an das Telekommunikationsunternehmen AT&T werden höher: Das US-Justizministerium weitet die Prüfung des Verkaufs aus und fordert von beiden Unternehmen mehr Informationen an. Im Mai finden zwei Anhörungen im Senat und im Kongress in Washington statt.

Der geplante Verkauf von T-Mobile USA an den amerikanischen Netzbetreiber AT&T ist noch lange nicht in trockenen Tüchern. Laut Bloomberg überprüft das US-Justizministerium den Verkauf von T-Mobile USA an AT&T für 39 Milliarden Dollar intensiver und fordert mehr Informationen über den Verkauf. Außerdem schickt die Kartellabteilung des Ministeriums Vorladungen an die Konkurrenten, um von ihnen zu erfahren wie sich die Transaktion auf deren Geschäft auswirken würde.

Jeweils am 11. und am 26. Mai finden im Senat und im Kongress zwei Anhörungen statt, die den geplanten Verkauf genau untersuchen. Bei diesen Anhörungen müssen die Unternehmen vor den Komitees ausführliche Fragen zu dem Deal beantworten.

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Die Marke T-Mobile wird in den USA verschwinden

Die Deutsche Telekom hatte Ende März bekanntgegeben, dass sie ihre Mobilfunktochter T-Mobile USA für 39 Milliarden Dollar an AT&T verkauft. Die Übernahme ist kartellrechtlich hoch umstritten. Denn AT&T würde damit rund 40 Prozent des US-Mobilfunkmarktes beherrschen, und es gäbe nur noch drei landesweite US-Mobilfunkanbieter: AT&T, Verizon und Sprint Nextel. Konkurrent Sprint Nextel wehrt sich vehement gegen den Verkauf. Das Mobilfunkunternehmen hält die Übernahme für wettbewerbsfeindlich. Das US-Justizministerium und der Regulierer, die FCC (Federal Communications Commission) müssen dem Verkauf noch zustimmen. Sowohl AT&T als auch T-Mobile rechnen selbst mit bestimmten Auflagen der US-Kartellbehörden.

Die Unternehmen schätzen, dass die Prüfung im zweiten Quartal 2012 abgeschlossen sein wird. Der Verkauf von T-Mobile USA sieht vor, dass alle knapp 38.000 T-Mobile-Mitarbeiter in den USA von AT&T übernommen werden. Für die T-Mobile-Kunden soll bei bestehenden Verträgen nichts ändern. Allerdings werde die Marke T-Mobile wohl über kurz oder lang aus dem US-Markt verschwinden. Was mit den vielen T-Mobile-Shops passieren soll, ist nicht bekannt.

Kein kompletter Rückzug der Deutschen Telekom aus den USA

Kommt der Deal zustande, ist das für die Deutsche Telekom aber immer noch nicht der komplette Rückzug aus den USA. Fünf kleinere Telekom-Firmen bleiben in Amerika: Die T-Systems, die Datendienstleistungen für Geschäftskunden anbietet, die Unternehmensberatung Detecon, T-Venture und die Deutsche Telekom North America, die internationale Datenverbindungen für kleinere lokale US-Netzbetreiber anbietet, ein Labor für die Entwicklung neuer  Informationstechnologieprodukte in Kalifornien und eine Vertretung in Washington für Regulierungsfragen bleiben in den USA. Insgesamt beschäftigt die Deutsche Telekom dann aber nur noch knapp 800 Mitarbeiter in Amerika.

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