Tablet-Rechner: Warum Apples iPad ohne Goethe startet

Tablet-Rechner: Warum Apples iPad ohne Goethe startet

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Apples Tablet-Computer iPad bei einer Präsentation

von Thomas Stölzel

Auf seinem neuen Tablet-Rechner iPad will der Konzern auch deutsche Literatur anbieten. Doch das ist schwierig - denn die rechtliche Situation in Deutschland ist verworren.

In den USA kommt Apples Tablet-Rechner iPad am 3. April in den Handel, in Deutschland startet der Verkauf Ende April, Anfang Mai. Doch die Einführung hier gestaltet sich für Apple-Chef Steve Jobs schwieriger als gedacht. Denn Ende April, Anfang Mai kann sein Online-Store iTunes wohl noch keine oder nur sehr wenige elektronische Bücher in deutscher Sprache anbieten. Inzwischen rechnet der US-Computerbauer konzernnahen Kreisen zufolge damit, dass er erst in vier bis sechs Monaten eine entsprechende Offerte präsentieren kann. Noch ist kein Vertrag mit deutschen Buchverlagen unterzeichnet.

Branchenbeobachter sehen darin ein Problem für den Absatz des iPads, da ihn gerade der Medienmix aus Video, Musik, Zeitungen und eben Büchern so attraktiv macht. Der Shop für elektronische Bücher, den Jobs im Januar mit dem iPad angekündigt hat, ist deshalb ein wichtiger Teil des Pakets.

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Juristische Probleme

Grund für die Verzögerung sei, dass die deutschen Verlage keine US-Verträge unterschreiben wollten, heißt es aus dem Verlegerausschuss im Börsenverein des Deutschen Buchhandels. Bastei-Lübbe-Chef Thomas Schierack berichtet, Apple habe bisher noch keine Verträge für Deutschland vorgelegt. Er vermutet, dass dem US-Konzern die Frage der deutschen Buchpreisbindung juristische Probleme bereitet. Denn noch immer sei unklar, ob sie auch für E-Books gelte.

Alte Autorenverträge anpassen

Klar sei inzwischen, dass die 30 Prozent Umsatzprovision, die Apple gewöhnlich bei iTunes kassiert, auch für die Buchverlage gelten werde. „Damit können wir aber durchaus leben“, sagt Bastei-Lübbe-Chef Schierack. Sein Verlag müsse derzeit aber selbst noch eine Reihe alter Autorenverträge anpassen, in denen E-Books nicht erfasst sind.

Zeitungen und Zeitschriften sind von Apples Problemen aktuell nicht betroffen, da ihr Angebot als eigenständige Anwendung bei iTunes erscheinen wird, wie bereits beim iPhone.

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