Technologie: Siemens macht trotz roter Zahlen Gewinn

Technologie: Siemens macht trotz roter Zahlen Gewinn

Mit tiefroten Zahlen im Schlussquartal und einem Milliardengewinn im Gesamtjahr hat Siemens den Konzernumbau hinter sich gebracht. Trotz der Wirtschaftskrise ist der Konzern optimistisch.

Unterm Strich verdiente Siemens im vergangenen Geschäftsjahr rund 5,9 Milliarden Euro, wie das Unternehmen mitteilte. Allein der Verkauf des Autozulieferers VDO an Continental brachte dem Technologiekonzern ein Plus von 5,5 Milliarden Euro. Im Gegenzug ergaben aber der Konzernumbau, der Stellenabbau und die Korruptionsaffäre Kosten in Höhe von vier Milliarden Euro.

Trotz Finanzmarktkrise machte der Konzern im vergangenen Jahr gute Geschäfte. Der Auftragseingang stieg im Vergleich zum Vorjahr um 11 Prozent auf 93,5 Milliarden Euro, der Umsatz legte um sieben Prozent auf 77,3 Milliarden Euro zu.

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„Trotz zunehmender konjunktureller Widrigkeiten halten wir an unserem Wachstumsziel fest“, sagte Siemens-Chef Peter Löscher. So peilt der Konzern im Geschäftsjahr 2009 ein Ergebnis der drei Sektoren zwischen acht und 8,5 Milliarden Euro an. Es sei „ambitionierter geworden“, die Ergebnisprognose zu erreichen, räumte der Konzernchef ein. Man werde quartalsweise die Auswirkungen der Finanzkrise auf die Realwirtschaft bewerten.

2,4 Milliarden Euro Verlust

„Nach dem Übergangsjahr 2008 stehen wir vor neuen Herausforderungen im gegenwärtigen weltwirtschaftlichen Umfeld“, erklärte Löscher. Er hat den Konzern seit seinem Amtsantritt vor gut eineinhalb Jahren kräftig umgebaut. „Wir haben unsere Hausaufgaben erledigt“, hob der Konzernchef hervor. „Das hilft uns jetzt sehr.“

Den Großteil der Kosten für den Konzernumbau konnte Siemens noch im Schlussquartal mit einem dicken Minus verbuchen. Zwischen Juli und September verbuchte der Konzern rund vier Milliarden Euro für Sonderlasten wie die Korruptionsaffäre, den Konzernumbau und den Abbau von weltweit 17.000 Stellen. Darunter war auch eine Rückstellung in Höhe von etwa einer Milliarde Euro für eine erwartete Strafe der US-Börsenaufsicht SEC. Unterm Strich blieb deshalb ein Quartalsverlust von 2,4 Milliarden Euro. Aufgefangen wurden die hohen negativen Belastungen durch den VDO-Verkauf.

Das Ergebnis der drei Sektoren Industrie, Energie und Gesundheit, das die Entwicklung des operativen Geschäfts widerspiegelt, ging im vergangenen Geschäftsjahr um zwei Prozent auf 6,52 Milliarden Euro zurück. Kosten in Höhe von 325 Millionen Euro für den Konzernumbau hätten das operative Ergebnis gedrückt, teilte Siemens mit. Größter Umsatzbringer für Siemens war der Industrie-Sektor mit rund 38 Milliarden Euro im vergangenen Geschäftsjahr. Gegenüber dem Vorjahr stiegen der Umsatz um sechs Prozent und der Auftragseingang um neun Prozent. Einziger Verlustbringer in dem Sektor war die Mobility-Sparte mit dem kriselnden Bahngeschäft.

Im Energiesektor konnte der Konzern dank des weltweiten Booms der Energiebranche den Umsatz um elf Prozent auf 22,6 Milliarden Euro steigern, der Auftragseingang legte um 17 Prozent zu. Mit dem Gesundheitssektor habe Siemens sich in einem angespannten Marktumfeld behauptet, erklärte das Unternehmen. Der Umsatz wuchs um 13 Prozent auf 11,1 Milliarden Euro, der Auftragseingang stieg um 15 Prozent.

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